*** Mundartbücherverkauf für einen guten Zweck ***

 

Aus dem Nachlass von unserer unvergessenen und beliebten Mundartdichterin Erika Pöschl (+2016) verkaufen wir auf Wunsch von ihrer Tochter Bücher über Brauchtum, Volksglauben,  von Erika Pöschl  zu Gunsten vom Verein für krebs und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar.

Folgende neuwertige und zum  größten Teil in Cellophan verpackte Bücher können zu 12 Euro/Stück + Verp./ Versandkosten bestellt werden:

- De Dischdelkrapp

- Licht, waonns duschde werd

- Ourewälle Gundsjen

- Odenwälder Sagenschatz

- Odenwälder Zauberschlüssel

- Oigebutzeld

- Paonnekuche in de Sunn gebagge

- Lucy und der Feind im Licht

 

Information zu Erika Pöschl

 

Auszüge vom Bericht Darmstädter Echo von Miriam Gartlgruber

 

*** Eine Verfechterin der Mundart ***

Die beliebte Mundartdichterin Erika Pöschl (+ 2016) aus Rohrbach/Ober-Ramstadt war  eine begnadete Künstlerin und über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt geworden. Seit vielen Jahren lebte sie ihre Leidenschaft, in hessischen Dialekten zu reimen, aus. Sie schrieb zwölf Bücher über Brauchtum und Volksglauben, und war in der „Interessengemeinschaft Mundartfreunde Südhessen“ aktiv. Hierzu kam sie über eine Anzeige im ECHO, in der für eine Benefiz-CD mit dem Titel „Balladen, Bänkellieder & Gebabbel aus Südhessen“, „Mundartbabbler“ gesucht wurden. Pöschl meldete sich und wurde bald zum hoch geschätzten Mitglied der Gruppe. Ihr Beitrag zur ersten CD der Gemeinschaft lautete: „De Kreislauf vun de Marie“. Alle Geschichten, die Erika Pöschl im Laufe ihres Lebens niederschrieb, stammen dabei aus ihrer Feder. Außerdem hielt sie Lesungen, mit denen sie ihr Publikum regemäßig begeisterte. Zu ihrem Talent als Mundartdichterin kam außerdem eine große Begabung im Malen. So illustrierte sie nicht nur ihre Bücher selbst, sondern erstellte auch Graphiken am Computer. Dabei handelte es sich größtenteils um geometrische Phantasie-Figuren aus Blumen und Schmetterlingen, mit denen sie die Schönheit der heimischen Mundart zum Ausdruck bringen wollte. Mit ihrer Kunst nahm sie auch an Ausstellungen teil, wie etwa 2010 im Landratsamt Erbach, zu der sie der damalige Landrat Horst Schnur persönlich eingeladen hatte. Im gesamten Odenwaldkreis war Erika Pöschl bekannt und beliebt. Ihre Bücher verkauften sich in ganz Deutschland und sogar im Ausland, wo die heimischen Anekdoten so manchem Auswanderer halfen, sich wieder auf seine Muttersprache zu besinnen. „Erika Pöschl hat maßgeblich dazu beigetragen, die Mundart vom Makel zum Markenzeichen zu führen“, betont Fritz Ehmke. „Wurde diese Art zu sprechen einst noch von vielen als Zeichen der Minderwertigkeit angesehen, so ist Mundart heute im Trend, dem selbst junge Leute folgen“. Zu dieser Entwicklung habe Erika Pöschl einen großen Beitrag geleistet.

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© Fritz Ehmke