Grußworte

Dr. Jutta Buchhold

Grußwort unserer Schirmherrin Frau Dr. Jutta Buchhold, erste Vorsitzende des VKKD

Wir, der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder e.V. Darmstadt, freuen uns sehr, dass die Initiatoren des Benefiz Mundart CD-Projekts uns ausgesucht haben, um unsere Kinder mit dem Erlös zu unterstützen. Hierfür danken wir besonders herzlich Herrn Fritz Ehmke und allen die sich hierbei engagieren. Unser Aufgabenspektrum beinhaltet einerseits die psychosoziale und familientherapeutische Unterstützung und andererseits die meist dringend notwendige finanzielle und organisatorische Entlastung der Familien. Wir bieten unter vielen anderen

Hilfen zum Beispiel Mal- Spiel- sowie Gestaltungstherapien an und versuchen über Sonderaktionen
wie etwa gemeinsame Kuraufenthalte der Familie oder Familienfeste ihnen einige schöne und
unbeschwerte Stunden und Tage zu ermöglichen.

Grußwort Landrat Klaus Peter Schellhaas, Landkreis Darmstadt-Dieburg

 

„Schwädze, wie ahm de Schnawwel gewoachse is“

 

Däs wohr frieher gonz normal. Do hott fast koaner Houchdeitsch gschwäzd. Ner die Lehrer, Parrer, Abodeker und die sougenannde „bessere Leut“ häwwe sou woas ehnlisches wie Houchdeitsch gschwäzd. Die wollde sich do e bisje oabhäjwe. Äwwer alle annern Leit häwwe gschwäzd, wie en de Schnawwel gewoachse wohr. In jeden Dorf is do e bisje annerschd gschwäzd worn, do hott mer aa glei gehäjert, wou ahner her kumme is. Fer die Kinn wohr däs aa nit oafach. Wie die in Schul kumme sinn, häwwe die es erschde Mol gemerkt, dass es noch a anner Sprooch gitt. Äwwer die Zeide sinn lengst vebei.

 

Immer weniger Menschen sprechen Mundart, gerade die jungen Menschen können oftmals den Dialekt ihrer Heimat nicht sprechen. Das ist schade. Denn Mundart verbindet, Mundart schafft Identität und vermittelt ein Zugehörigkeitsgefühl. Aufmerksame Ohren erkennen die Unterschiede in der Mundart und können anhand des Dialekts raushören, woher jemand kommt. Ist er im Odenwald aufgewachsen? Kommt er aus dem Ostkreis des Landkreises oder gar aus Frankfurt?

 

Die Mundart zu pflegen, ja gar zu erhalten, ist wichtig. Die Mundartfreunde Südhessen machen genau das: Sie pflegen die Mundart, das Brauchtum. Sie leisten einen Beitrag dazu, dass die Mundart hier in Südhessen nicht vergessen geht. Sie erinnern immer und immer wieder daran durch ihre vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen. An dieser Stelle mein herzlicher Dank dafür!

 

Bevor bei uns Houchdeitsch gschwäzd worrn iss, do hott‘s ner die Dialekte gäwwe. Doch uff oahmol häwwe die Leit gemahnd, sie missde jetzt all Hochdeitsch schwädze. E poar häwwe sich dodevo nit oustecke losse. Un es werrn immer mähj, die sich dodruff besinne. Unn woann mer mol im Urlaab is, unn häjert Leit schwädze, do waas mer glei wou die her kumme, do konn mer glei midschwädze.

 

Zum Schluss noch enn Satz – mit finf „die“:

„Dumm sinn die, die die, die die Mundoard houch hoale, fer dumm hoale“ – do iss woas Wohres drou.

 

 

Herzlichst Ihr Landrat

Klaus Peter Schellhaas
Juni 2017

Landrat Frank Matiaske vom Odenwaldkreis

 

Liebe Mundartfreunde,

 

als Landrat spreche ich oft Hochdeutsch, kann aber ruckzuck auf Ourewällerisch umschalde. Und natürlich hat auch mein Hochdeutsch einen unverkennbaren Odenwälder Einschlag. So gibt es eben beispielsweise das Wort „anersder“ nirgends anersder in Deutschland. Als geborener Odenwälder ist mir der Dialekt, mit dem ich groß geworden bin, vertraut, lieb und wichtig. Bei meinen Besuchen im Odenwaldkreis und Gesprächen im Landratsamt treffe ich auf viele Menschen, denen es ebenso geht und die Wert darauf legen, in ihrer Mundart mit mir zu reden.

Mundart stiftet Identität und Zusammengehörigkeitsgefühl, was in unseren schnelllebigen Zeiten wichtige Ressourcen sind, um sich in seiner Region heimisch zu fühlen – ohne dadurch andere Menschen ausschließen zu wollen. Offenheit gehört genauso zum Odenwald wie die Verwurzelung in Traditionen wie der Mundart.

Mir gefällt, was Fritz Ehmke, die treibende Kraft der Mundartfreunde Südhessen, einmal gesagt hat: „Mundart lässt die Seele sprechen.“ Das stimmt. Wer in seinem Dialekt spricht, muss sich nicht verstellen. Die Art und Weise, sich auszudrücken, hat nichts Aufgesetztes, sondern ist echt und kraftvoll. Das schafft Nähe und Vertrautheit. Ein mir gut bekannter Zimmermannsmeister, der vor Jahren in den Odenwald zog, hat es einmal so ausgedrückt: „Als ich am Kerbmontag nach dem dritten Bier noch alles verstanden habe, was im Festzelt ,gebabbelt‘ wurde, wusste ich: Jetzt bin ich angekommen!“

 

Indem die Mundartfreunde Südhessen diesen Schatz bewahren und kultivieren, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Traditionspflege. Streng genommen müsste man sogar von mehreren Traditionen sprechen, denn es gibt im Odenwaldkreis viele Dialekte. Schon innerhalb eines kleinen Umkreises, von Dorf zu Dorf, werden Worte anders ausgesprochen, klingt die Sprachmelodie anders.

Auch das macht den Reichtum des Odenwaldes aus, den wir bewahren sollen und bewahren wollen. So bin ich den Mundartfreunden Südhessen besonders dankbar, dass sie sich mit einem Buch- und CD-Projekt der Mundartpflege für Kinder widmen. Das ist eine wertvolle Arbeit, denn so wichtig es ist, dass Kinder für ihr Fortkommen Hochdeutsch sprechen, dürfen Dialekte nicht aussterben.

 

Ich wünsche den Mundartfreunden Südhessen viel Freude und Erfolg bei all ihren Projekten. Also dann: Machts e mol gut un gudes Gelinge in alle Dinge.

 

Ihr

Frank Matiaske, Landrat
Juni 2017

Landrat Thomas Will, Kreis Groß-Gerau

 

„Dialekt is gut fers Hern!“

 

Schun de Johann Wolfgoang vun Goede aus Fronkfort hott gesoacht, dass „de Dialekt ´s Element is, in welchem die Seel´ ihr´n Atem schöpft“. Un wonn mer heit so bei de Leit noochheert, stellt mer fest, dass de Dialekt als meh´ obnimmt.

Dodebei is die Mundart doch de ureischenste Ausdruck uns´rer regionale Idendidät und spiejelt die Veelfoalt uns´rer regionoale Kuldur widder. De Dialekt is´ Muddersproach im ursprienglichste Sinn. Dort wo Mensche z´sammelewe, do hon se aach e gemeunsame Sproach un erkenne ihr geistische und kuldurelle Verbunneheit im Dialekt. Diese feune Eischenheite warn frieher sogar vun Ort zu Ort zu heern – oft in nur wenische lautlische und grammatische oder schriftlische Feunheite. Doch unser Weld ännert sich laufend. Unser Mundarte verschwinne und mir sollde dodro net vorbeischaue oder noch besser: net vorbeiheern.

Dialekt is loange Zeit als Sproach vun de Ungebildede odder Heimattümelnde abgeweert´ worrn. Dodebei hott die Hernforschung des bereischernde Element des zusätzlische sprachlische Registers vun Dialektsprechern erkoannt. Kinner mit mundartlischer Kompedenz lerne schun frieh, de Reichdum vun de Sproach zu nutze und zwische de verschiedene Sproachebene zu unnerscheide. Sie erwerwe so e sproach-anoalytisches Verständnis, vun dem se speerer profidiern.

Un aach wenn dorsch die Globalisierung, getrewwe vun dene moderne Kommunikationstechnike, unser Welt sproachlich immer gleicher werd und mer dodemit unser wertvoll´ kuldurelle Veelfoalt verliern: Dialekt is dorschaus wirrer „in“!

Des hängt wohl dodemit z´samme, dass gerad mit dere Globalisierung ´s Bederfnis nooch regionaler Zugeheerischkeit und Oriendierung stärker werd.

Doank der Mundartfreunde aus Südhesse soll des weider geferdert werrn. Dodefer e großes „Doankeschee“. Ich wünsch´ mer, dass mit deren Engaschement die mundartlische Lierik verstergt werd und die Vereffentlichunge dodezu oarege, em Dialekt widder mehr Stellenwert zu gewwe. Un ich seun sehr gespoannt, ob in de neechste Joahrn aach unser junge und jüngste Poede die Mundart widder meh´ un neu entdecke.

Eiern

Thomas Will, Loandroat
Juni 2017

Grusswort Landrat Christian Engelhardt, Kreis Bergstrasse

 

 

„Jede Provinz liebt ihren Dialekt,

denn er ist doch eigentlich das Element,

in welchem die Seele ihren Atem schöpft“

 

(Goethe)

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mundartfreunde, liebe Leit,

 

der engagierte, ehrenamtliche Einsatz der Mundartfreunde Südhessen sichert nicht nur den Erhalt der Sprache, sondern stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Heimatverbundenheit unserer Region, denn Mundart ist Heimat und Tradition. Hierfür mein herzlicher Dank!

 

Es ist wichtig, unser wertvolles Kulturgut zu bewahren und den heimischen Dialekt auch an die nächste Generation weiterzugeben. Denn nur wenn unsere Kinder damit aufwachsen können, lebt die Tradition weiter! Dies geschieht unter anderem durch Veranstaltungen, also durch die Verbindung von Volksgut, Tradition und Brauchtum, wie auch durch die Verbreitung südhessischer Mundarten in Form von  Liedern, Gedichten und kleinen Geschichten auf CD´s.

 

Aber nicht nur die Brauchtumspflege steht bei den Mundartfreunden im Vordergrund, sondern auch der Einsatz und die jahrelange Unterstützung für den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V. Ich möchte bei dieser Gelegenheit besonders auch allen Akteuren und Sponsoren für ihre Unterstützung und ihr ehrenamtliches Engagement danken.

 

Weiterhin viel Freude an diesem wertvollen Hobby für eine gute Sache!

 

Ihr Landrat

 

Christian Engelhardt

Grußwort von Landrat Oliver Quilling für das Benefiz-CD-Projekt: „Horsch emol, wie schäi„

Liebe Mundartfreunde,

Sie werden feststellen: Heimat ist da, wo man verstanden wird. Wo man reden kann, wie einem der Schnabel gewachsen ist, wo man auf einer Wellenlänge liegt. Untrennbar verbunden mit „Heimat„ ist die Sprache. Die Herkunft lässt sich also auch an der Sprache ausmachen. In der Heimat schafft Sprache Zusammengehörigkeitsgefühl. Trifft man in der Fremde auf einen Menschen, der die dieselbe Sprache spricht, schafft sie Vertrautheit und „Heimatgefühle„ keimen auf.
Der Liedermacher Jürgen Poth und Fritz Ehmke haben sich seit Jahren die Förderung der Mundart auf die Fahnen geschrieben. Auch mit ihrer neuesten Doppel-CD „Horsch emol, wie schäi„ brechen Sie eine Lanze für Mundart, Tradition und Brauchtum.

Und das Ganze dient noch dazu einem guten Zweck: Der Erlös dieser einzigartigen CD kommt dem Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder e.V. Darmstadt zu Gute. Eine tolle CD für eine tolle Sache - was gibt es Schöneres. In diesem Sinne wünsche ich dieser CD recht viele Hörer und Käufer.

Herzlichst Ihr Oliver Quilling,  Landrat Kreis Offenbach

Liebe Freundinnen und Freunde fescher Mundart-Musik,

erbarme, die Südhessen kommen: Was 2008 begann, ist längst mehr als nur ein Geheimtipp…Die Premieren-CD Balladen, Bänkellieder und Gebabbel aus Südhessen sorgte von Anfang an für Furore, paart doch dieses Projekt die Förderung lokaler Mundartmusik mit dem sozialen, guten Zweck. Auch die neueste, inzwischen zweite Doppel-CD macht dem Ruf Jürgen Poths und Fritz Ehmkes als den beiden Musketieren der Mundart in unserer Region Südhessen alle Ehre: Mundart-Musikfans kommen wieder einmal mit „Horsch emol, wie schäi“ voll auf ihre Kosten, etwa mit dem Vokalquartett der Darmstädter Spielschar. Eine wunderbare Liebeserklärung an den lokalen Dialekt: Spätestens seit den „Rodgau Monotones“ und „Badesalz“ wissen wir, dass man auf Südhessisch nicht nur babbeln, sondern auch prima singen kann!

Was mir aber ganz besonders imponiert: Der Erlös dieser Benefiz-CD fließt an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder e.V. Darmstadt und verfolgt damit einen guten, karitativen sozialen Zweck. Deswegen hoffe ich sehr, dass möglichst viele Mundart-Musikfans diese CD erwerben, denn was gibt es Schöneres als Heimatmusik mit sozialem Handeln zu verbinden? Wer Anderen hilft, hilft auch sich selbst – Helfen macht glücklich. Mein großer Dank geht daher an das Mundart-Macher-Duo: Wer ein gutes Weihnachtsgeschenk sucht, kann hier auch noch doppelt Gutes tun – Heimatverbundenheit in musikalischer Form demonstrieren und schwer kranken Kindern in Not helfen. Ich wünsche diesem Musik-Projekt der besonderen Art alles erdenklich Gute,

herzlich grüßt Sie aus der Heinerstadt Ihr

Jochen Partsch
Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt

„Dein Leben ist GOTTes Geschenk an Dich und was Du daraus machst ist Dein Geschenk an IHN!“

…und Menschen zu erleben die dieses Geschenk nicht für sich behalten sondern das, was Ihnen an Fähigkeiten geschenkt wurde, an die weitergeben, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen -das ist für mich immer wieder ein besonderes Geschenk. Vor diesem Hintergrund bin ich schon ein bisschen stolz, dass die Initiative für die Aktion „Benefiz-CD“ wieder einmal von unsrem Gemeindemitglied Herrn Fritz Ehmke aus Modautal Lützelbach ausging. Ein dickes Dankeschön gebührt aber natürlich auch allen Akteuren die sich bereit erklärt haben, seine Idee durch Gesang, Musik und Poesie zu unterstützen. Denn was wäre eine Idee ohne die Umsetzung in die Praxis?
Was mich besonders freut ist diese breite Fächerung: Aus allen Ecken unsres schönen Hessenlandes engagieren sich Menschen für den VKKD- auf dass den kleinen kranken Menschen ein wenig Hoffnung geschenkt wird: Wir sind nicht allein.
Es tut gut zu erleben, dass es in unsrer Zeit, der ja so oft Egoismus nachgesagt wird, immer wieder Menschen gibt die nicht nur reden, sondern anpacken, um dieses Leben, dieses Geschenk noch wertvoller zu machen als es ohnehin schon ist.

Pfr. Ottmar Arnd, evang. Kirchengemeinde Neunkirchen /Odw.

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