Presse

Bericht Darmstädter Echo - Donnerstag, 13. Juni 2019      

 

Es Roudkäbbsche uff Hessisch

 

Die Mundartfreunde Südhessen nehmen eine CD mit bekannten Märchen im heimischen Dialekt auf

 

Von Matthias Voigt

 

MODAUTAL . Die Mundartfreunde Südhessen treiben ihr neuestes Projekt „Kaiserturm – ein Herz für die Mundart“ voran. Als ein Bestandteil davon entsteht derzeit eine CD, die den Titel „Grimms Märchen in südhessischer Mundart“ trägt. Der Name ist Programm: Von „Rotkäppchen“ über „Sterntaler“ bis „Schneewittchen“ werden knapp 20 Geschichten im Tonstudio des Vorsitzenden Fritz Ehmke in Lützelbach aufgenommen.

Das Besondere: Die Vortragenden haben ihr jeweiliges Märchen in lokalen Zungenschlag übersetzt. „Babbelt so, wie Euch es Maul gewachse is“, hat Fritz Ehmke als Leitlinie vorgegeben und danach einen Aufruf bei Facebook gestartet. Da stieß er bei Karin Krämer auf offene Ohren. Die 53-Jährige aus dem Fischbachtaler Ortsteil Niedernhausen engagiert sich seit gut zwei Jahren bei den Mundartfreunden. Warum sie nun bei der CD-Produktion mitmacht? „Ich mag Märchen sehr gern. Außerdem hab ich sowieso immer eine Mütze auf, und Rot ist meine Lieblingsfarbe“, muss Karin Krämer nicht lange überlegen, wieso ihre Wahl ausgerechnet auf das Märchen „Rotkäppchen“ fiel.

Also machte sie sich vor etwa zwei Wochen auf den Weg nach Lützelbach, wo sie in Fritz Ehmkes Tonstudio das Märchen vortrug. Ihre Devise hieß: „Ich schwätz wie es kimmt.“ Den kompletten Text hat sie zwar vorliegen, doch ist der in Hochdeutsch gehalten. Die Übersetzung machte Karin Krämer dann spontan beim Einsprechen. In einem Rutsch ging das nicht gleich durch, gibt sie zu. „Uff oamol geht des net. Do muss mer schun poar moal iewe.“

Generell will sie mit einem Projekt wie den Märchen auf Hessisch dazu beitragen, den eigenen Dialekt zu stärken. Die Mundart zu bewahren sei lohnenswert, das lebe sie auch im Alltag. „Ich schwätz schun immer sou.“ Und wer nicht gleich auf Anhieb alles versteht, der könne ja gerne nachfragen.

So wie Karin Krämer haben schon mehrere Dialekt-Unterstützer Märchen digital aufnehmen lassen. Was durchaus seine Tücken haben kann. „Viele waren am Anfang einfach zu schnell“, erinnert sich Fritz Ehmke. „Es soll ja nicht wie abgelesen klingen, sondern wie frei gesprochen.“ Also erst einmal durchatmen, nach jedem Satz eine kurze Pause machen und das Tempo etwas drosseln.

 

Doch nicht nur Märchen werden auf der CD, die ungefähr 70 Minuten Programm bieten soll, vorkommen. Auch Musik wird zu hören sein. Daher werden zwischen den Märchen kurze Stücke gespielt. „Hänsel und Gretel hat zum Beispiel eine eigene Melodie. Die wird dann passend zum Märchen eingespielt“, sagt Ehmke. Die Aufgabe übernehmen werden Marcella Hagenauer aus Urberach an der Gitarre und Rudolf Hartmann aus Hasseroth an der Zither.

Passend zu den Märchen wird ein Begleitheft beigegeben, in dem die gesprochenen Texte festgehalten sind. Die farbenfrohen Illustrationen dazu hat Malerin Conny Abramzik aus Biebesheim geschaffen.

Da die Aufnahmen noch nicht abgeschlossen sind, steht auch noch kein Erscheinungstermin fest. Klar ist aber schon jetzt, dass der Erlös aus dem Verkauf der Benefiz-CD an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar übermittelt wird.

 

„ES IS SACKROAWENOACHD“

Auszug aus dem Märchen „Sterntaler“ , so wie es auf der CD der Mundartfreunde Südhessen erscheinen wird: „...Middlerweile wohrs dungel. Do riffds uff oamol: „Isch häb nix ouseziehe, konnsde merr nidd deu Hemm gäwwe, isch frier sou? “ Die Lisa hodd nidd lang iwwerläjgd: „Es is joa sackroawenoachd, do sischd misch joa koaner, Du konnst meu Hemm kreihje.“ Sie hodds Hemm ausgezohhe unn dem Mädsche gääwe. Un wie se naggisch im Woald gschdanne hodd, sinn uff oamol die gonze Schdern vum Himmel gefalle und wohrn laurer blankge Taler. Un wie dorsch e Wunner hadd die Lisa uff oamol wierer e feu Leunehemm ou.“ (mv)

 

„Drum hodd die Modder zum Mädsche gesoad: Do is e Flasch...“: Karin Krämer aus Niedernhausen hat im Tonstudio von Fritz Ehmke das Märchen Rotkäppchen nachgesprochen. Nicht auf hochdeutsch, sondern auf südhessisch. Foto: Fritz Ehmke

Bericht und Bilder 08.06.2019 in „mein südhessen“

 

Ein Herz für die Mundart

Kaiserturm – Neues Mitmachprojekt der Mundartfreunde Südhessen

 

Modautal. Sie ist lebendig, abwechslungsreich und tiefer Ausdruck regionaler Identität – die Mundart. Was von außen allgemein als „Hessisch“ bezeichnet wird, unterteilt sich dabei in so viele einzigartige Dialekte, die von Region zu Region, Ort zu Ort und teils bereits von Haus zu Haus unterschiedlicher nicht sein könnten. Was früher für Heimat und Herkunft stand, wurde noch bis vor einiger Zeit schnell als bäuerlich und weltfremd abgetan. Mit der Generation, die mit ihr aufgewachsen ist, schien sie gemeinsam zu verschwinden, doch in den letzten Jahren erlebt die Mundart ihr Comeback. Heimatverbundenheit und Regionalität sind in Zeiten von Internet und Globalisierung wieder angesagt, auf Bühnen, im Fernsehen oder auch online taucht die Mundart immer häufiger wieder auf. Nicht zuletzt auch durch den Einsatz von Menschen wie Fritz Ehmke. Als Vormann der Interessensgemeinschaft Mundartfreunde Südhessen fördert er mit seinen Mitstreitern auf kreative und leidenschaftliche Weise die Mundart und macht deutlich: Mundart ist wieder „in“.

 

Mundart für alle Generationen

Ziel der Mundartfreunde ist es nicht nur die Mundart zu hegen und zu pflegen, sondern sie zu fördern und für die Zukunft zu bewahren. Vor allem aber soll die Mundart jungen Menschen nähergebracht werden. Das hat nicht nur mit Heimatliebe zu tun, sondern bringt auch nachweislich kognitive Vorteile mit sich. Studien zeigen, dass Kinder, die mit Dialekt und Hochdeutsch, also quasi „zweisprachig“ erzogen werden, in der Schule mitunter bessere Ergebnisse erzielen und lernfähiger werden. Die Verknüpfungen, die im Gehirn entstehen, wenn zwischen Mundart und Hochdeutsch gewechselt wird, erleichtern auch das Erlernen von Fremdsprachen.

Zu diesem Zweck haben Ehmke und seine MundArtisten  vor zwei Jahren ein CD sowie ein dazugehöriges Buch mit alten und neuen Kinderliedern in Mundart herausgebracht. Neben neu getexteten Liedern und Reimen wurden auch bekannte Weisen extra von Dichter Arnold Kratz in Mundart übertragen. Aus „Hänschen klein“ wurde dabei etwa „‘s Hänsje kloa“. Der Clou: Im beiliegenden Buch sind die Texte parallel in Mundart als auch auf Hochdeutsch abgedruckt, was den Lerneffekt steigert und vereinfacht. Weit über 200 Kinder aus lokalen Kindergärten und Schulen wirkten an dem Buch mit, sangen Lieder und sprachen Texte ein. Einzelaufnahmen wurden dabei im professionell ausgestatteten Tonstudio von Ehmke selbst durchgeführt, der seit seiner Kindheit eine tiefgehende Passion für Tonaufnahmen hat. Zahlreiche Helfer und Helferinnen wirkten an der Entstehung der CD mit, die beim Einlegen sogar mit einer prominenten Stimme überrascht. Liedermacher Rolf Zuckowski selbst spricht, gemeinsam mit der damals zehnjährigen Tara Scobie, die Begrüßung. Die hohe Professionalität sowie der immense Arbeitsaufwand sind für so ein Projekt keine Selbstverständlichkeit, denn alle Aktionen der Mundartfreunde werden im Ehrenamt durchgeführt.

 

Der leidenschaftliche Einsatz der „Babbler“ unterstützt damit nicht nur die Mundart selbst, sondern auch den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar (VKKD). Allein 2018 konnten für den Verein, dessen Vorsitzende Dr. Jutta Buchhold auch Schirmherrin der Mundartfreunde Südhessen ist, insgesamt 22.000 Euro gespendet werden. Die gesamte Spendensumme aus den Jahren zuvor liegt nochmal ein ganzes Stück höher. Für diesen Einsatz wurde Ehmke im letzten Jahr auch mit der neu eingeführten silbernen Ehrenadel des VKKD geehrt, die der 69-Jährige mit Stolz trägt.

 

Ein Herz für die Mundart

 

Für Ehmke ist die Mundart nicht nur ein „bunter Blumenstrauß“, sondern vor allem ein wertvoller Schatz. „Diesen Schatz trägt die ältere Generation im Herzen“ so der begeisterte Mundartfreund „und diesen Schatz gilt es weiterzugeben!“ Er appelliert an Großeltern ihr kulturelles Erbe weiterzureichen, mit ihren Enkeln Mundart zu sprechen und auch Eltern sollen mit ihren Kindern auf kreative und spielerische Art und Weise den Zugang zur Mundart fördern. Von dem gemeinsamen Austausch kann die gesamte Familie profitieren. Dieses Ziel hat auch das neueste Vorhaben der Mundartfreunde Südhessen. Das Benefizprojekt „Kaiserturm – ein Herz für die Mundart“ richtet sich generationsübergreifend an alle. In zwei Kategorien können sich interessierte Mundartbegeisterte für das Projekt bewerben und daran teilhaben. Eine Kategorie richtet sich an Vorzeigeprojekte zur Förderung der Mundart, wie etwa eine „Mundartstunde“ im Kindergarten. In Kategorie A kommt wieder der Familiengedanke zum Tragen, da hier Beiträge für eine Mundart-CD mit Begleitbuch eingereicht werden können. Ob lustig oder ernst – die Art und Weise des Beitrags ist jedem selbst überlassen. Vor allem geeignet ist der Spaß für die ganze Familie oder wie die Mundartfreunde es beschreiben: Mama singt mit, Oma tanzt dazu, Opa hat was zu schmunzeln , die Kinder hören es gern und selbst Papa lässt es freiwillig im Auto laufen. Das Projekt Kaiserturm ist zeitlich nicht begrenzt, sondern soll stetig fortlaufen. Einmal im Jahr kommt eine Jury zusammen und wählt die besten eingereichten Beiträge oder Projekte aus, die anschließend ausgezeichnet werden.

 

Wer auf der Suche nach Informationen zum Projekt, aber auch nach Ideen für einen Beitrag ist, der wird auf der Internetseite der Mundartfreunde www.gebabbel-suedhessen.de fündig. In einer „Ideenbörse“ sind zahlreiche Anregungen gegeben, wie man die Mundart fördern und lebendig werden lassen kann. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Als lebendiges Projekt werden bei Bedarf auch Anregungen und Unterstützung bei der Ideenfindung und deren Umsetzung durch die Mundartfreunde Südhessen angeboten, beispielsweise bei der Auswahl geeigneter Texte oder beim Einstudieren musikalischer Beiträge. So kam im Zuge des „Kaiserturms“ auch die Idee,  Grimms Märchen in Mundart aufzunehmen. Zahlreiche „Babbler“ von Jung bis Alt haben sich hierzu bereits bei Ehmke im Tonstudio eingefunden und Klassiker wie den Froschkönig, das Rotkäppchen oder Schneewittchen aufgenommen.

Es wird  eine weitere CD produziert mit dem Titel: Grimms Märchen in Südhessischer Mundart. Das Projekt Kaiserturm - ein Herz für die Mundart läuft jetzt ein halbes Jahr und findet eine erfreuliche Resonanz. Was schon feststeht, nicht nur Preisträger werden auf den Silberscheiben zu hören sein, denn es ist Platz genug, wie bisher wieder eine Doppel CD zu produzieren. Bewerben kann man sich unter Kategorie A mit einem Lied oder Babbelbeitrag, oder unter Kat. B mit einem eigenen Mundart Projekt unter Tel.: 06254 2830, E-Mail: ehmke@fritzehmke.de.

Weitere Informationen unter: www.gebabbel-suedhessen.de (msh)(fe)

 

Bild 1: vL: Jakob (6 Jahre) und sein Vater Kai Peter aus Lautertal-Wurzelbach babbeln im Tonstudio einen Dialog in Odenwälder Mundart

Bild 2: LOGO Kaiserturm - ein Herz für die Mundart, gemalt  von Conny Abramzik

Pressebericht Bergsträßer Anzeiger am 24. Mai 2019

 

Wohltätigkeit Künstler aus der Region standen bei der Benefizveranstaltung „Mundart im Takt“ in Roßdorf auf der Bühne / Erlös geht an Initiative für chronisch kranke Kinder
 

Sketche auf Südhessisch für einen guten Zweck


Elisabeth und Johanna Meister aus Reichenbach erläuterten in Roßdorf, inwieweit Südhessisch und Französisch miteinander verwandt sind.  © Mundartfreunde
 

Odenwald.Die Benefizveranstaltung „Mundart im Takt“ war auch dank der Bühnenkünstler und zahlreichen Gäste aus Modautal und Lautertal in der voll besetzten Rehberghalle in Roßdorf ein großartiger Erfolg. Der Erlös der Veranstaltung geht komplett an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar (VKKD). Ausrichter der Veranstaltung waren der Musikzug Roßdorf in Zusammenarbeit mit den Mundartfreunden Südhessen (www.gebabbel-suedhessen.de). Christine Hechler und Simone Meister aus Reichenbach sowie Fritz Ehmke führten mit Herz und Engagement durch das Bühnenprogramm. Die Pausen zwischen den einzelnen Akteuren wurden gekonnt mit Witzen gefüllt.

„Ei guure wie“ zur Begrüßung
 

Die Goldkehlscher von der Dr.-Jacob-Goldmann-Kindertagesstätte in Reinheim eröffneten mit einem herzhaften „Ei guure wie“ den Abend. Musikalisch wurden sie unterstützt von Siggi Poth-Jonas und Peter Roßmann mit seiner Gitarre. Der Musikzug Roßdorf unter der Leitung von Daniel Gerbig marschierten durch den Saal ein und füllte die Bühne mit seiner „1000 Takte Blasmusik“ aus. Karl-Heinz Rück, Erster Beigeordneter der Gemeinde Roßdorf, begrüßte in Mundart stellvertretend für die Bürgermeisterin, Christel Sprößler, die Gäste im Namen der Gemeinde Roßdorf. Danach folgten in bunter Reihenfolge die Auftritte der Bühnenakteure, angeführt von den Moretbuwe, Charly (Karl Weygandt) aus Gundernhausen und Charlie Vogel aus Semd, die mit einem volkstümlichen Potpourri die Gäste zum Mitsingen einluden.
 

Die Biwwesemmer Strossemusigg – Rainer Fischer und Berthold Bader aus Biebesheim am Rhein – schlossen sich mit ihren außergewöhnlichen Instrumenten Mandoline und Konzertina an. Mit ihrer Anekdote vom Arztbesuch begeisterte Gertrud Reining aus Brandau das Publikum. De Ourewäller Worzelbutzer, Horst Weber, ein uriges Original aus Gundernhausen betrat mit Gummistiefeln und Kuhstallkleidung die Bühne und brachte den Saal mit Gesang und Geschichten zum Kochen. Das Senioren-Theater „Roßdörfer Spätlese“ führte einen Sketch mit einem kleingemachten Ehemann, der vorlauten und ständig geifernden Ehefrau und dem nicht zu Wort kommenden Arzt auf.
 

Die Ourewäller Hartriel, Peter Roßmann und Karl-Heinz Hach aus Modautal eröffneten den zweiten Teil des Bühnenprogramms unter anderem mit einer Premiere vom Lied „Tratsch in de Milchkisch“.

 

Verwandtschaft mit Französisch

Die Jugendlichen Johanna und Elisabeth Meister aus Reichenbach brachten den Gästen die Verwandtschaft französischer Wörter mit der südhessischen Mundart näher. Gertrud Reining und Erika Roth aus Brandau zeigten anschaulich, wie ein Theaterbesuch zum Ehekrach führen kann. Schlussendlich waren die miefenden Socken in der Jackentasche dran schuld.
 

Karl Ohl aus Wiebelsbach möchte im Alphabet den Buchstaben „ou“ mit aufgenommen sehen. Er demonstrierte eindrucksvoll eine Vielfalt von Wörtern mit „ou“ wie etwa Ourichte (Anrichte) oder Ouwe (Ofen). Auch sang er den Klassiker „Die Scholzegret“, begleitet von Roland Bauer mit seinem Akkordeon.

Mit Erinnerungen an seine Jugendzeit und mit dem Lied über „Die Kittelscherz“ fesselte Roland Bauer aus Schlierbach das Publikum. Die Noachdwäwwerer aus Reichelsheim führten einen Sketch auf, in dem zwei genervte Ehemänner ihre liebe Last mit ihren Angetrauten in der Umkleidekabine haben. Als Abschluss des Abends kam Peter Dotterweich aus Ueberau mit seiner Gitarre auf die Bühne und brachte mit einem Ausschnitt seines Querfeldein-Programms
noch mal viele Lacher auf seine Seite.
 

Die Beiträge sorgten für permanent gute Stimmung im Saal. Roland Kaffenberger, Vorsitzender des Musikzuges Roßdorf, und die Moderatoren bedankten sich bei den Akteuren, bei den Sponsoren, bei den Tontechnikern Claudia und Markus Waschk aus Modautal und den helfenden Händen vor und hinter der Bühne.

Fritz Ehmke lobte weiterhin die gute Zusammenarbeit mit Roland Kaffenberger, Hubert Wamser und Gregor Klein vom Vorstand des Musikzuges.

 

red

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 24.05.2019

Darmstädter Echo, Montag, 28. Januar 2019

 

Bild ergänzt von Fritz Ehmke

 

Von „Ouwerour“ und „Gerschbrenz“

 

Glöckelchen-Verein wird für die Pflege des Groß-Zimmerner Idioms ausgezeichnet – dort wird geschwätzt, nicht gebabbelt

 

Von Klaus Holdefehr

 

GROSS-ZIMMERN. „Ouwerour.“ Das Zimmerner Wort für „Ofenrohr“ ist der lokale Mundart-Test schlechthin. „Oigeplackte“, also „Zugezogene“, tun sich oft schon mit dem allgemeinen Hang zur „dunklen“ Vokalisierung schwer, aber ganz knifflig wird’s erst am Ende mit dem „r“, das Zimmern-spezifisch um einen nur ganz kurz hörbaren, schwer zu definierenden, zischenden Knacklaut bereichert wird.

Solche und andere Spezifika erläuterte und demonstrierte Heimatforscher und Mundart-Pfleger Manfred Göbel jetzt bei einem „dialektischen“ Abend im Kulturzentrum Glöckelchen anlässlich der Auszeichnung des Trägervereins mit dem Label „Mir schwätze Mundart“. Gelegentlich steht auf den Tafeln, die Fritz Ehmke als Vorsitzender der Mundart-Freund Südhessen inzwischen tausendfach ins Land und unters Volk gebracht hat, auch was von „babbeln“. Das geht in Zimmern aber gar nicht, wie Göbel im Vorfeld der Veranstaltung feststellte, denn „hier wird geschwätzt“.

 

Zur Verstärkung hatte Göbel die „Kerbikone“ Thomas Beutel ebenso an seiner Seite wie die langjährige „Kerbreddschreiberin“ Gabi Geier, schließlich die beiden Ottos, Herdt und Sorrentino, die als Duo eine ganze CD mit Mundart-Rock veröffentlicht haben. In „Zimm’ner Blut is koa Buddermilsch“ heißt es, beispielsweise: „Wer oamol in de Gerschbrenz woar, den bringt sou schnell nix um.“ An dieser „dialektischen“ Umschreibung des Odenwaldflüsschens Gersprenz könnten sich schon etliche Diskussionen entzünden, denn es gibt kein Kompendium, in dem solche Umschreibungen allgemeingültig festgelegt wären. Das hat auch Göbel erfahren, als er 2011 seinen „Zimmerner Sprachführer“ veröffentlichte. Darin hat der Pädagoge, der die katholische Edith-Stein-Schule in Darmstadt leitet, auch der Systematik des Zimmnerischen, also Lautlichkeit, Beugung und Satzbau der lokalen Sprache nachgespürt.

Ein wenig in Pädagogenmanier, aber mit vielen augenzwinkernden Einsprengseln, gab er jetzt im Glöckelchen eine Einführung. So erfuhren die rund 100 Besucher etwa, dass es im Zimmnerischen keinen Genitiv gibt. Stattdessen wird der Dativ in Kombination mit dem Besitz anzeigenden Fürwort gebraucht. Beispiel: „Karls Traktor“ wird zu – nein, nicht „dem Kall soin Traktor“, sondern, konsequent, zu „dem Kall soin Bulldogg“ – wie viele Besucher dann doch ganz richtig formulierten. Sie amüsierten sich über die Vielfalt der Mundart-Begriffe für „Topf“, die größenabhängig von „Dibbe“ bis „Kroppe“ rangieren, und erfuhren etwas über die „Ökonomie“ der Zimmerner Sprache, wie sie im Fragewort „Ha?“ zum Ausdruck kommt. Göbel übersetzte es mit „Ich habe ihre Frage nicht verstanden, können sie sie bitte noch einmal wiederholen?“

 

Nach der Verleihung des Mundart-Zertifikats und einer musikalischen Einlage von Roland Bauer beschlossen die beiden Ottos den Heimatabend musikalisch und entließen die Besucher schließlich ins „ganz Dunkle“, das in Zimmern mit Göbels Lieblingswort als „sackrabenacht“ bezeichnet wird.

 

Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 19.01.2019

 

Mundartfreunde In einem Wettbewerb sollen Geschichten, Lieder und Gedichte gesammelt werden

Mit Odenwälderisch Preise gewinnen

19. Januar 2019 Autor: Jutta Haas (jhs)

 

Bild: Die Mundartfreunde Südhessen haben einen Wettbewerb in zwei Kategorien ausgeschrieben. © Ehmke

 

Odenwald.„Mer babbele Mund-Art“, steht auf einem kleinen Schild am Haus von Fritz Ehmke zu lesen. Er gehört zu den Mundartfreunden Südhessen und ist ein Quell für zahlreiche Ideen. „Mitmachen, Spaß haben und einen Preis gewinnen“, ist nun das Motto für das jüngste Projekt des Lützelbachers. Ein neuer Mundart-Wettbewerb hat das Ziel, Geschichten, Lieder und Gedichte in Odenwälder Mundart zu sammeln. Er soll Menschen in allen Altersstufen ansprechen, Gruppen oder Familien. „Großeltern können die Mundart an ihre Enkel weitergeben“, so die Idee. Das Ziel dabei ist klar: die Erhaltung der regionalen Mundart.
 

Das Benefizprojekt trägt den Titel: „Kaiserturm – ein Herz für die Mundart“. Der Kaiserturm steht dabei symbolisch für den Odenwald, die dort lebenden Menschen mit ihrer Geschichte, Kultur und Sprache.

 

Der Wettbewerb ist in zwei Kategorien aufgeteilt, ein Ende ist nicht festgelegt. In der Kategorie A wird ein Mundartpreis vergeben. „Hierbei kann man sich für eine CD-Produktion mit Begleitbuch mit einem Lied- oder einem Babbelbeitrag bewerben“, erklärt Ehmke.

Mit „man“ meint Ehmke Gruppen in allen Altersstufen. Besonders gerne würde er Familien, die aus mehreren Generationen bestehen, in seinem Tonstudio begrüßen. „Mundart als Familienspaß“, lautet dabei das Motto.

 

Die Vorgabe ist, dass der Beitrag maximal vier Minuten lang sein soll. Wie er gestaltet wird, bleibt den Vortragenden überlassen. Da es keinen Bewerbungsschluss zu dieser Kategorie A gibt, werden von Zeit zu Zeit die vorgelegten Beträge bewertet. Wer in die engere Wahl kommt, wird in das Tonstudio eingeladen. Darüber hinaus warten attraktive Preise auf die Gewinner, die von Betrieben aus der Region gespendet werden. Auch ein Kaiserturm „in 3D“ steht auf der Liste.

 

Viele mögliche Ideen

Interessant ist auch die Kategorie B. Hier handelt es sich um Auszeichnungen für „Projekte mit Vorzeigecharakter, die dem Erhalt der Mundart dienen“. Diese Projekte können ganz unterschiedlich ausfallen. „Etwa eine Mundartzeit in Kitas oder Schulen“, so Ehmke. Eine weitere Idee stammt aus Lützelbach: dort gibt es bei einzelnen Gottesdiensten eine mundartliche Einlage. In Winterkasten und Reichenbach gab es zur Weihnachtszeit ein musikalisches Spiel mit Liedern aus dem Alpenraum, die in Odenwälder Mundart übersetzt waren.

 

Den Ideen sind also keine Grenzen gesetzt. Wie auch in der Kategorie A gibt für die Anmeldung von Projekten zur Erhaltung der Mundart keine zeitliche Befristung. Auch hier werden von Zeit zu Zeit die Eingänge bewertet. Wer zum Zuge kommt, hat die Vorgabe, sein Projekt innerhalb eines Jahres umzusetzen. Bei einer dritten Kategorie zeichnen die Mundartfreunde Personen und Gruppen aus, die sich seit längerer Zeit der Mundart und deren Pflege als Akteure oder Förderer verdient gemacht haben. Kandidaten können extern vorgeschlagen werden.

 

Eins ist allen Mundartfreunden wichtig: Sie wollen damit nichts verdienen. Alle Erlöse kommen dem Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar zugute. So war es auch mit der im Jahr 2017 erschienenen CD mit Begleitbuch „Tross, Tross, trill, de Bauer hot e Fill“ – Kinnerfraad, g’sunge und g’soad“. An der Gestaltung des Buches haben sich viele Kindergruppen aus Kindertagesstätten und Schulen beteiligt. Alle Lieder und Gedichte sind in Mundart und Hochdeutsch übersetzt geschrieben. Dazu hat Conny Abramzik Bilder gemalt.

 

Für Ehmke ist es wichtig, dass die Sprache in die nächste Generation getragen wird und dass sie alltagstauglich bleibt. „Es nutzt nichts, Wörterbücher über altes Handwerksgerät oder bäuerlichen Aktivitäten, die nicht mehr zeitgemäß sind, zu gestalten“, erklärt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Unter Mundartfreunden gibt es da unterschiedliche Ansichten. Für Ehmke sind die Gegenwart und die Zukunft beim Thema Mundart wichtig.

Info: Weitere Informationen unter www.gebabbel-suedhessen.de

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 19.01.2019

Darmstädter Echo 07.11.2018

 

https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/reinheim/mundartfreunde-sudhessen-starten-ihr-neues-projekt_19167806

 

Mundartfreunde Südhessen starten ihr neues Projekt

Von Matthias Voigt

Nun wollen die Babbler vor allem dafür sorgen, dass der Dialekt an Jüngere weitergegeben wird. Aufruf zu vielfältigen Bewerbungen.

Die Kinder der Dr.-Jacob-Goldmann-Kindertagesstätte in Reinheim nehmen ein Lied auf für das neue Projekt der Mundartfreunde Südhessen. Von links: Peter Roßmann (Gitarre) sowie Fritz Ehmke und von der Kita Marina Schmitt und Ilona Salzer. Foto: Karl-Heinz Bärtl

 

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MODAUTAL/REINHEIM - In Südhessen läuten die Mundartfreunde um Fritz Ehmke aus Modautal-Lützelbach die nächste Phase ein, um den hiesigen Dialekt zu würdigen. Bisher stand die Dokumentation der Mundart im Vordergrund, nicht zuletzt durch CD-Projekte mit auf südhessisch vorgetragenen Liedern, Gedichten und kurzen Geschichten. Doch nun startet Teil zwei der Mission.

„Wir wollen nicht so weitermachen wie bisher, sonst stirbt der Dialekt aus“, sagt Fritz Ehmke. „Nun geht es darum, die Mundart weiterzugeben an die junge Generation. Sozusagen Mundart als Familienspaß.“ Das Ziel ist klar umrissen: Menschen, die Mundart leben, sollen motiviert werden, sich über Generationen hinweg zu engagieren.

 

Auch ein Preis ist geplant

 

Dazu haben die Babbler nun das Benefizprojekt „Kaiserturm – ein Herz für die Mundart“ aus der Taufe gehoben. Der Turm oberhalb von Neunkirchen wurde gewählt, weil „er das Wahrzeichen im südlichen Odenwald ist und ihn jeder kennt“, sagt Ehmke. Und schiebt hinterher: „Außerdem können wir dann sagen: Die Auszeichnung kommt von höchster Stelle.“

 

MITGLIEDER DER JURY

Die Jury des Projekts Kaiserturm – ein Herz für die Mundart“ setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Extern: Marlene Schwarz (Künstlername: Herta Wacker aus Brensbach), Landrat Klaus Peter Schellhaas, Thorsten Matzner (Mannheimer Morgen), Walter Ullrich (der Mundartpfarrer aus Trebur), Erich Kleene (Bücherinsel Dieburg), Walter Renneisen (Schauspieler) Intern: Peter Dotterweich und Friedel Enders (beide aus Ueberau), Gerlinde Bannert (Heppenheim-Erbach) Christine Hechler (Reichenbach) und Fritz Ehmke (Lützelbach) (mv)

Das Projekt ist in zwei Kategorien unterteilt. Unter „A“ soll ein Mundartpreis vergeben werden. Hierzu können sich Klassen, Bürger, Vereine oder wer auch immer mag mit einem Lied- oder Babbelbeitrag für eine CD-Produktion bewerben. Die Jury schaut anschließend, welcher Beitrag von der Qualität und dem Charakter her passt und entscheidet über die Auswahl. Maximal vier Minuten soll ein einzelner Beitrag dauern. Die Preisträger werden anschließend in einem professionellen Tonstudio mit ihren Liedern und Werken aufgenommen.

Der Auftakt ist bereits gemacht. Kinder der Dr.-Jacob-Goldmann-Kindertagesstätte in Reinheim erhielten kürzlich Besuch von Peter Roßmann an der Gitarre und Fritz Ehmke, um ein Lied aufzunehmen.

 

Und dann gibt es noch die zweite Kategorie: eine Mundart-Auszeichnung für Projekte mit Vorzeigecharakter, die der Förderung und dem Erhalt der Mundart dienen. Bewerben kann man sich hierbei mit eigenen Vorstellungen und Ideen, wie das Ziel erreicht werden kann. Ehmke nennt als Beispiel die Einführung von regelmäßigen Mundartzeiten in Kitas oder Grundschulen, Förderveranstaltungen in Vereinen oder eventuell auch Chor-Projekte auf Mundart. Eine Möglichkeit könnte auch sein, geeignete Literatur zur Verwendung in Schulen und Kitas zu schaffen. Oder Märchen im Dialekt aufzuführen oder etwa die Weihnachtsgeschichte dergestalt aufzuführen.

Die Mundartfreunde helfen gerne bei der Findung einer Idee oder eines Projektes. Sie können auch in gewissem Umfang musikalische Unterstützung leisten. Der Bewerbungsschluss ist in beiden Kategorien offen.

Zu gewinnen gibt es eine künstlerisch gestaltete Kaiserturm-Nachbildung sowie einen Sach- und Förderpreis, über dessen Höhe im Einzelfall entschieden werden soll.

 

Bei der dritten Kategorie, der Ehrenauszeichnung, werden Personen gewürdigt, die sich um die Mundart verdient gemacht haben.

 

Bericht im Darmstädter Echo am 19.09.2018
 

vielen Dank an Matthias Voigt von der Redaktion für den schönen Bericht.

Kinderbuch auf südhessisch

Von Matthias Voigt

 

Die Mundartfreunde Südhessen haben in Zusammenarbeit mit dem Bachem Verlag in Köln ein Mundartbuch für Kinder herausgebracht. Das Büchlein trägt den Titel „Südhessisch fär Grodde un Lauser“.

Auf neun Doppelseiten erkunden zwei Geschwister die Umgebung – von Darmstadt bis zum Felsenmeer.
Foto: Mundartfreunde Südhessen
 

MODAUTAL - Die Mundartfreunde Südhessen haben in Zusammenarbeit mit dem Bachem Verlag in Köln ein Mundartbuch für Kinder herausgebracht. Das Büchlein trägt den Titel „Südhessisch fär Grodde un Lauser“ und ist neun Doppelseiten dick.

Darin macht sich ein Geschwisterpaar auf den Weg, um die Natur der Region und auch Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Während die beiden auf einen Streifzug durch ihre Heimat gehen, wird dieser mit Mundartbegriffen ergänzt. Die Auswahl der Wörter nahmen Gertrud Reining aus Brandau und Fritz Ehmke aus Lützelbach vor.

Zunächst sieht man die beiden am „Kischedisch“ beim Frühstück, wie „Läwerworschd“ und „Wegg“ gegessen werden. Einige Seiten später haben sie die „Waonnerstiwwel“ geschnürt, um durchs Felsenmeer zu klettern. Auch vor den „Houchhaiser“ in Frankfurt machen sie halt – und lassen sich „Fraongforder Werschdsche“ und „Griee Soss“ schmecken. Eine Doppelseite ist Darmstadt mit dem „Hoinerfeschd“ gewidmet, wo der „Laonger Lui“ auf das Geschwisterpaar herabblickt.

Illustriert ist das Druckwerk von Gaby von Emmerich. Sie studierte Design in Paris und Essen und ist eine preisgekrönte Kinderbuchillustratorin. Und keine Unbekannte auf dem Gebiet der Kinderbücher in Mundart. So sind bereits zuvor einige andere Lesestücke in gleichem Stil wie nun für Südhessen erschienen. „Kölsch för et Ströppche“ lautet eines, zudem „Boarisch fürd Zwergal“, „Schwäbisch fürs gloi Buddsale“ oder auch „Berlinerisch für die Allerkleensten“.

„,Südhessisch fär Grodde un Lauser‘ versprüht nicht nur echtes Lokalkolorit, sondern führt die Kleinsten zwischen Rhein, Main und Neckar auch an die heimische Sprache heran“, heißt es in einer Veröffentlichung der Mundartfreunde Südhessen.

Zwar empfiehlt der Hersteller, das Büchlein sei geeignet für Kinder von zwei bis vier Jahren. Doch dürften auch deutlich ältere Leseratten ihren Spaß haben. „Das Büchlein kommt auch bei Erwachsenen wegen den schönen Bildern und Mundartbegriffen sehr gut an und schenkt der ganzen Familie Spaß“, sagt Fritz Ehmke, Vorsitzender der Mundartfreunde Südhessen.


Das Pappbilderbuch „Südhessisch fär Grodde un Lauser“ ist für 7,95 Euro unter der ISBN 978-3-7616-3264-2 erhältlich. Ebenso kann man es in der Postagentur in Brandau erwerben. Inhaberin Helga Peter gibt pro verkauftem Buch einen Euro als Spende an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar.

 

Odenwälder Zeitung - 07.08.2018
 

Danke an Frau Sarah Stephan für den schönen Bericht

Sendbrief Nr.40, Ausgabe Juli 2018
Unterfränkische Dialektinstitut, Institut für deutsche Philologie der Universität Würzburg   

 

Blick zu den Nachbarn – Die Mundartfreunde Südhessen

Die Mundartfreunde Südhessen sind eine Interessengemeinschaft mit ca. 1000 über E-Mail und Facebook vernetzten Mundartfreunden. Zentrale Informationsquelle ist die Internetseite www.gebabbel-suedhessen.de, auf der aktuelle Projekte, Presseberichte, CDs und Bücher zu finden sind. In einer Präsentation werden das Kernteam, das Leitbild und Projekte der letzten Jahre vorgestellt. Die Mundartfreunde engagieren sich im Ehrenamt. Alle Erlöse aus CD-Verkauf und Veranstaltungen unterstützen den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V. Bislang wurde von den Mundartfreunden ein sechsstelliger Spendenbetrag für diesen Verein gesammelt.

 

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Neckartal-Nachrichten - Veröffentlicht am 18. Juli 2018 von Thomas Wilken

Aktuelles aus dem hessischen und badischen Neckartal vom Medienprofi. Nur das beste Wort für Sie.

 

Aktuelles aus hessischen und badischen Odenwald

Ourewällerisch babbeln beim Hausarzt in Beerfelden

 

Beim Hausarzt darf auch ourewällerisch gebabbelt werden: Die Mundartfreunde Südhessen zeichneten Bernhard Wagner, seit Anfang des Monats als Facharzt für Allgemein-, Notfall-, Ernährungsmedizin und Jagd im neuen Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) Oberzent ansässig, mit dem Kultschild „Mer babbele Mundart“ aus. Der junge Hausarzt und Jagdwirt ist ein bekennender Mundartfreund. Das Schild schmückt jetzt die Anmeldung des GVZ im Breimer-Gebäude Beerfelden. Mundart baut Barrieren und Ängste bei den Patienten ab, wenn in der Praxis „schaij gebabbelt wird“. Außerdem dient sie dem Heilungsprozess, waren sich die zur Feierstunde erschienenen Gäste augenzwinkernd einig. Roland Bauer von den Mundartfreunden Südhessen bereicherte die Feierstunde mit Odenwälder Mundartliedern auf dem Akkordeon, bei denen kräftig mit eingestimmt wurde. Vormann Fritz Ehmke bedankte sich für die Unterstützung bei der Werbung für die Benefiz-Mundart-CD mit Begleitbuch mit dem Titel „Tross, tross, trill, de Bauer hot e Fill“. Fast 300 Kinder aus der Region Südhessen wirkten auf ihr mit. Die Eröffnung spricht der bekannte Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Das Begleitbuch mit ansprechenden Bildern enthält alle Lieder, Noten und Texte in Mundart und auf Hochdeutsch. Es sind auf der CD auch traditionelle Odenwälder Mundartlieder zu hören, die die Älteren noch kennen.

„Die CD mit Begleitbuch dient als Familienspaß und zum Erlernen unseres kostbaren Kulturgutes“, so Fritz Ehmke. Der vollständige Verkaufserlös geht an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar. Informationen zu den Mundartfreunden Südhessen mit Auflistung der CD-Verkaufsstellen gibt es auf Facebook unter Mundartfreunde Südhessen. Außerdem wird in Kürze die Seite http://www.gebabbel-suedhessen.de wieder freigeschaltet.

 

Das GVZ geht auf die 2014 entwickelte Gesundheitsstrategie des Odenwaldkreises zurück und wurde vom Hessischen Sozialministerium gefördert, um auch auf dem Land ein wohnortnahes, fachübergreifendes und zukunftsfähiges Versorgungsangebot zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung einer koordinierten (fach- und sektorenübergreifenden) medizinischen und psychosozialen Versorgung der zunehmend älter werdenden Bevölkerung, oftmals mit mehreren Erkrankungen. Nähere Informationen unter http://www.gvk-oberzent.de

 

 Bild v.l. Horst Schnur, Nasir Tajik, Bernhard Wagner, Fritz Ehmke, Roland Bauer, Dietlinde Ehmke. Foto Jan Pastor

Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 28.03.2018 - Bergstraße

 

Spendenübergabe Ehrennadel für Fritz Ehmke / Bergsträßer Mitglieder

stark engagiert

 

Mundartfreunde sammeln für kranke Kinder

 

Simone und Elisabeth Meister aus Reichenbach gratulierten Fritz Ehmke beim Treffen der Mundartfreunde Südhessen mit einem Ständchen.

 

Südhessen. Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar hat kürzlich Fritz Ehmke aus Modautal mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet. Nach dem musikalischen Empfang durch die „letzten Bänkelsänger Adam und Theo“ sowie den Kinderchor „Goldkehlcher“ – bestehend aus 25 Kindern der Dr. Jakob-Goldmann-Kindertagesstätte Reinheim – richtete sich Vereinsvorsitzende Dr. Jutta Buchhold an die rund 100 Gäste und betonte, wie außerordentlich groß der Einsatz von Fritz Ehmke und seinen „Mundartfreunden Südhessen“ sei.

Beträchtlichen Beitrag geleistet

 

„Durch die vielen verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen haben diese immer wieder einen beträchtlichen Beitrag dazu geleistet, den Verein tatkräftig zu unterstützen. Für ein solches Engagement über mehrere Jahre gebührt Fritz Ehmke größter Respekt und Anerkennung. Aus diesem Grund will der Verein Fritz Ehmke eine besondere Ehrung zukommen lassen und verleiht zum ersten Mal die neu geschaffene silberne Ehrennadel“, so Dr. Buchhold.

Nach der Verleihung der Ehrennadel hielt Jörg Lautenschläger, Bürgermeister der Gemeinde Modautal, eine Laudatio und drückte dabei ebenfalls seine Bewunderung und Anerkennung für eine solche Leistung aus. In einem Zeitraum von 26 Jahren ist ein sechsstelliger Spendenbetrag zusammengekommen.

 

Auch Fritz Ehmke trat vor die Gäste, dankte dem Verein für die Verleihung der silbernen Ehrennadel und betonte zugleich, dass all das, was in den zurückliegenden Jahren auf die Beine gestellt wurde, auch durch die engagierte Unterstützung und das Mitwirken aller Mundartfreunde gewährleistet wurde

Unter den Gratulanten waren unter anderem Simone und Elisabeth Meister aus Reichenbach, die nach dem offiziellen Teil ein musikalisches Ständchen zum Besten gaben. Weitere Gäste aus dem Kreis Bergstraße waren Irene Drayß aus Einhausen und Hedwig Zdarsky vom Mundartverein Heppenheim. Sie alle hatten bei den Projekten und Veranstaltungen der Mundartfreunde aktiv mitgewirkt.

Nach dem offiziellen Teil entwickelte sich ein unterhaltsamer bunter Abend mit Gebabbel und Gesangsbeiträgen. Der mit vier Jahren jüngste Mundartbabbler – Jakob Peter aus Lautertal-Wurzelbach – gab ebenfalls eine mundartliche Kostprobe. red

 

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 28.03.2018 - 28. März 2018 Autor: red - © Mundartfreunde

mein südhessen, 05.03.2018 - Südhessen. 

 

Verleihung der Ehrennadel an Fritz Ehmke


Am vergangenen Freitagabend, den 02. März, 2018 fand in Roßdorf die Verleihung der Ehrennadel an Fritz Ehmke statt. Die Räumlichkeiten in der Darmstädter Straße wurden großzügiger Weise von der Haftpflichtkasse Darmstadt für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Nach dem musikalischen Empfang der „letzten Bänkelsänger Adam und Theo“ sowie dem Kinderchor „Goldkehlcher“ bestehend aus 25 Kindern der Dr. Jakob-Goldmann-Kindertagesstätte Reinheim, richtete sich Frau Dr. Buchhold, Vorsitzende des Vereins, an die rund 100 anwesenden Gäste und betonte, wie außerordentlich groß der Einsatz von Fritz Ehmke und seinen „Mundartfreunden Südhessen“ sei. „Durch die vielen verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen haben diese immer wieder einen beträchtlichen Beitrag dazu geleistet, den Verein tatkräftig zu unterstützen. Für eine solches Engagement über mehrere Jahre gebührt Herrn Ehmke größter Respekt und Anerkennung. Aus diesem Grund will der Verein Herrn Ehmke eine besondere Ehrung zukommen lassen und verleiht zum ersten Mal die neu geschaffene silberne Ehrennadel“, so Frau Dr. Buchhold. Nach der Verleihung der Ehrennadel hielt Herr Jörg Lautenschläger, Bürgermeister der Gemeinde Modautal, eine Laudatio und drückte dabei ebenfalls seine Bewunderung und Anerkennung für eine solche Leistung aus. Auch Fritz Ehmke trat vor die Gäste, dankte dem Verein für die Verleihung der silbernen Ehrennadel und betonte zugleich, dass all das was in den letzten Jahren auf die Beine gestellt wurde, auch durch die engagierte Unterstützung und das Mitwirken aller Mundartfreunde gewährleistet wurde. Im Anschluss hatten Mitglieder der Mundartfreunde Südhessen noch die Möglichkeit Gedichte, Lieder und Reden in traditioneller südhessischer Mundart vorzutragen. Anschließend ließ man den Abend gemeinsam bei guter Laune, Speis und Trank langsam ausklingen.


Über Fritz Ehmke und die Mundartfreunde Südhessen
Fritz Ehmke gilt als einer der Hauptinitiatoren der zahlreichen Benefiz Mundart Projekte der Mundartfreunde Südhessen. Die Einnahmen aus den Projekten wurden über mehrere Jahre an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V. gespendet. Zu den einzelnen Aktionen zählen die Mundartabende auf dem Hessentag in Bensheim und Rüsselsheim, in 2017 die Veranstaltungen „Farben der Mundart“ in der Stadthalle Ober-Ramstadt unter Schirmherrschaft von Landrat Klaus Peter Schellhaas und die Veranstaltung „Mundart paukt“ vom Musikzug Roßdorf in der Rehberghalle Roßdorf unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Christel Sprößler. Hinzu kamen Spenden für Auszeichnungen mit dem Kultschild „Mer babbele Mundart“ und der aktuelle Verkaufserlös der Benefiz CD mit Begleitbuch "Tross, tross, trill". Eine Präsentation mit Vorstellung der Mundartfreunde Südhessen und ihren Projekten sowie Angaben zu den Verkaufsstellen für die Benefiz CD`s  unter www.gebabbel-suedhessen.de. Die erste Benefiz Hörcassette von und mit Kindern „Farbe kommt in dein Leben“ wurde im Jahr 1991 zu Gunsten der Kinderkrebshilfe der Universitätsklinik Heidelberg produziert. Insgesamt ist über einen Zeitraum von 26 Jahren bis heute ein sechsstelliger Spendenbetrag für gemeinnützige Einrichtungen zusammengekommen.


Zur Partnerschaft der Haftpflichtkasse
Die Haftpflichtkasse, als erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen mit über 340 Mitarbeitern sieht sich in der Pflicht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V., der seit 1987 ehren- und hauptamtlich tätig ist, leistet einen enorm wichtigen Beitrag dazu, dass den kranken Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern geholfen wird. Dieses Engagement beeindruckt die Haftpflichtkasse nachhaltig und auch aus diesem Grund unterstützt die Haftpflichtkasse den VKKD, um diese wertvolle Arbeit auch in Zukunft gewährleisten zu können.  Die Haftpflichtkasse versteht ihre Fürsorge dabei als ganzheitlichen Einsatz, der sich nicht allein auf finanzielle Aspekte beschränkt, sondern von ehrlichem Interesse geprägt ist. So unterstützt sie den Verein auch mit Sachspenden und stellt ihre Räumlichkeiten, wie an diesem Abend, für Veranstaltungen zur Verfügung.

 

Über den VKKD
Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V. unterstützt und begleitet schwerkranke Kinder mit ihren Eltern indem er versucht, die Familien finanziell und organisatorisch auf schnellem Wege zu entlasten. Auch wird psychosoziale Unterstützung während der schweren Lebensphase angeboten und damit ganzheitlich die gesamte Familie betreut. Der Verein erhält keine staatliche Unterstützung und ist somit auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen. Umso mehr freut sich der Verein über Unterstützer und Helfer wie die Haftpflichtkasse und die Mundartfreunde Südhessen, da diese durch ihre Unterstützung sicherstellen, dass der Verein auch in Zukunft seine Arbeit fortführen kann.
(msh)

 

Presseportal der Mundartfreunde Südhessen, Ausgabe 06. März 2018

 

Verleihung der Ehrennadel an Fritz Ehmke und seine Mundartfreunde

 

Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main- Neckar(VKKD) hat am Freitag den 02. März 2018 Fritz Ehmke aus Modautal als ersten mit der neu geschaffenen Ehrennadel  des Vereins ausgezeichnet.  Zur Feierstunde im Gebäude der Haftpflichtkasse Roßdorf konnte Frau Dr. Jutta Buchhold 1.Vorsitzende des VKKD rund 100 Gäste begrüßen. Empfangen wurden die Gäste durch die Bänkelsänger Adam und Theo mit ihrer Drehorgel. den „Goldkehlcher“ von der Dr. Jakob Goldmann  Kindertagesstätte in  Reinheim eröffneten dann die offizielle Feierstunde. Die Erzieherinnen Ilona Salzer und Marina Schmitt hatten mit den Kindern das Lied „Heile, heile Gensje“ in heimischer Mundart eingeübt. Die begeisterten Gäste forderten eine Zugabe. Begleitet wurden die Kinder von Peter Roßmann mit der Gitarre. Frau Dr. Jutta Buchhold  würdigte und bedankte sich für die langjährige finanzielle Unterstützung  des Vereins durch Fritz Ehmke mit seinen Mundartfreunden. Jörg Lautenschläger, Bürgermeister der Gemeinde  Modautal  nannte in seiner Laudatio die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten  von Ehmke seit seiner frühesten Jugend  und das besondere Engagement für  gemeinnützige Einrichtungen. In einem Zeitraum von 26 Jahren ist ein sechsstelliger Spendenbetrag  zusammen gekommen. Ehmke war sichtlich gerührt und bedanke sich bei dem Vorstand des VKKD für die Organisation des Abends und die durch den VKKD erfolgte Einladung  der Mundartfreunde um sich auch bei ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei den CD Produktionen und Veranstaltungen zu bedanken. In einer Gedenkminute gedachte man den im letzten Jahr verstorbenen Mundartfreunden Mariechen Hauf aus Eschollbrücken, Arnold Kratz, Mundartdichter und Komponist  aus Michelstadt und Dieter Kellermann aus Bensheim. Nach dem offiziellen Teil entwickelte sich nach dem vorgegebenen Motto „Wer will, der derf“ ein unterhaltsamer bunter Abend mit Babbel und Gesangsbeiträgen von Gertrud Reining aus Brandau, Erika Hallmeier aus Ober-Ramstadt, und Simone mit Elisabeth Meister aus Lautertal-Reichenbach. Weitere Beiträge kamen von Karl Ohl aus Wiebelsbach-Groß-Umstadt, den Ourewäller Hartriel mit Peter Roßmann und Karl-Heinz Hach, sowie den Viermaonnsleit  mit Heinz Allmann, Heinz Speckhardt, Willi Würtenberger, Fritz Ehmke aus Modautal. Der mit vier Jahren jüngste Mundartbabbler Jakob Peter aus Wurzelbach gab ebenfalls eine kleine mundartliche Kostprobe. Einen ansprechenden Rahmen für die Veranstaltung bot die Haftpflichtkasse in Roßdorf, die den Raum für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.

 

Informationen, wer sind die Mundartfreunde Südhessen, ihre Projekte,  Veranstaltungen und CD-Verkauf siehe pdf in der Startseite.

 

Text: Edgar Bodensohn, Kernteam Mundartfreunde Südhessen

 

© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 16.01.2018
6. Januar 2018 Autor: red

SOZIALES MUNDARTFREUNDE SÜDHESSEN ÜBERREICHEN IN DARMSTADT
EINE GROßZÜGIGE SPENDE

12 000 Euro für schwerkranke Kinder 


Darmstadt/Bergstraße.Große Freude in Darmstadt: Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar (VKKD) erhielt im Rahmen einer Feierstunde eine Spende von 12 000 Euro. Dieser stolze Betrag ist im vergangenen Jahr bei den Aktionen und Veranstaltungen der Mundartfreunde Südhessen zusammengekommen. Zu den Akteuren gehörten unter anderem auch Aktive aus dem Lautertaler Ortsteil Reichenbach und dem Lindenfelser Stadtteil Schlierbach. Zu diesen Veranstaltungen der Mundartfreunde zählten der Mundartabend auf dem Hessentag in Rüsselsheim, die „Farben der Mundart“ in der Stadthalle Ober-Ramstadt unter Schirmherrschaft von Klaus Peter Schellhaas, dem Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg oder auch „Mundart paukt“ vom Musikzug Roßdorf in der Rehberghalle Roßdorf unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Christel Sprößler. Hinzu kamen Spenden für Auszeichnungen mit dem Kultschild „Mer babbele Mundart“ und der aktuelle Verkaufserlös der Benefiz-CD mit Begleitbuch „Tross, tross, trill“. Würdigung für die Unterstützer VKKD-Vorsitzende Dr. Jutta Buchhold dankte für die große Spendensumme zur Unterstützung der von ihrem Verein betreuten kranken Kinder: „Wir sind froh, dass so liebe Menschen mit ihrer Freude für die Mundart auch unseren Kindern Freude machen und sie beim Gesundwerden unterstützen und ihnen und ihren Familien das Leben erleichtern.“ Besonderer Dank galt Werner Schuchmann, Bürgermeister von Ober-Ramstadt, der mit Dr. Wolfgang Reinig zur Feierstunde erschienen war. Er hatte für die Veranstaltung „Farben der Mundart“ die Stadthalle kostenlos zur Verfügung gestellt. Dr. Reinig und der Landfrauenverein Ober-Ramstadt hatten bei der Organisation und Bewirtung unterstützt. Ein weiterer Dank ging an die Vorstandsmitglieder des Musikzugs Roßdorf: Vorsitzender Roland Kaffenberger sowie Hubert Wamser und Gregor Klein. Es wurde als vorbildliche Geste gewürdigt, sich mit den Mundartfreunden zu engagieren, um den Mundartabend in der Rehberghalle zu organisieren. Dank gebührte auch den Sponsoren, die weitgehend alle entstanden Kosten bei den Veranstaltungen und Projekten übernommen haben. Johanna und Elisabeth Meister waren als jüngste Bühnenakteure und Mitwirkende bei der Benefiz-CD mit Begleitbuch „Tross. Tross, trill“ mit ihrer Mutter Simone Meister und Dietlinde Ehmke in ihren schmucken Odenwälder Trachten erschienen. Simone Meister moderierte Simone Meister, Vorsitzende des Verschönerungsvereins Reichenbach, hatte zusammen mit Fritz Ehmke die Veranstaltungen auf dem Hessentag, in Ober-Ramstadt und in Roßdorf moderiert. Ebenfalls zur Runde zählte Edgar Bodensohn, der bei der Organisation der Veranstaltungen und bei der Produktion der CD tatkräftig unterstützt hatte. Zur musikalischen Bereicherung der Feierstunde trugen die Bänkelsänger Adam und Theo, Roland Bauer mit seinem Akkordeon und Karl Ohl vom Pöllataler Viergesang bei. Nach dem offiziellen Teil erklangen Odenwälder Lieder, bei denen alle einstimmten und sich darüber einig waren: Ein schöner und fröhlicher Nachmittag, man trifft sich dort zur nächsten Spendenübergabe wieder. Übrigens: Die Mundartfreunde schmieden derzeit ein neues Benefiz-Projekt. red

Foto: Mundartfreunde spenden (v.l.): Christine Gunder, Roland Kaffenberger, Tina Piemontese, Hubert Wamser, Gregor Klein, Jürgen Kummer, Helga Näfe, Dr. Ursula Vierkotten, Elisabeth Meister, Dr. Reiner Buchhold, Karl Ohl, Edgar Bodensohn, Fritz und Dietlinde Ehmke, Johanna Meister, Werner Schuchmann, Dr. Jutta Buchhold, Simone Meister, Adam Breitwieser, Theo Speckhardt und Roland Bauer. © red

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 12.01.2018, Einhausen

Autor: Florian Karlein (lok)

BA-Interview: Fritz Ehmke von den Mundartfreunden Südhessen spricht nach seinem Besuch in Einhausen über Dialekte, deren Bedeutung und Dragoslav Stepanovic


„Wieder zurück zum Dialekt“


Nur wenige Menschen können in ihrer Sprache verbergen, aus welchem Teil Deutschlands sie stammen. Andere kultivieren den Dialekt sogar. Einer von ihnen ist Fritz Ehmke von den Mundartfreunden Südhessen. Er war jetzt zum ersten Mal in offizieller Mission in Einhausen unterwegs. Fritz Ehmke (kleines Bild) meldet sich am Telefon so, wie es zu erwarten war: „Ei, morsche“, sagt der 67-jährige Vormann der Mundartfreunde Südhessen. Den Anruf aus der BA-Redaktion hat er nach seinem Besuch in der Einhäuser Gaststätte „Alte Schlosserei“ schon erwartet. Mit dem Kult- und Hinweisschild „Mer babbele Mundart“ wurde das Lokal ausgezeichnet. Als erste öffentliche Einrichtung in der Gemeinde. Grund genug, um mit Ehmke über Dialekte zu reden. Im Interview verrät der Mundartfachmann unter anderem, wo Dragoslav Stepanovic, früherer Kulttrainer von Eintracht Frankfurt, zum ersten Mal Kochkäse gegessen hat.

Was ist denn so toll an Mundart, Herr Ehmke?

 

Fritz Ehmke: Sie kommt von der Seele und geht zu Herzen. Mundart baut Barrieren ab – Hochdeutsch klingt dagegen eher steif und unnahbar. Wer im Dialekt redet, wirkt einfach gleich viel sympathischer, wenn er auf einen Dialektsprecher trifft. Und noch dazu lassen sich in Mundart viele Dinge viel einfacher erklären als in gestelztem Hochdeutsch.

Und die Mundartfreunde arbeiten an der Zukunft des Dialekts.


Ehmke: Absolut. Unsere Veranstaltungen – zum Beispiel der Mundartabend in Heppenheim-Erbach – sind sehr gut besucht, unsere CDs, insbesondere unsere Neue mit dem Begleitbuch „Tross, tross, trill“, werden nachgefragt. Mein Eindruck ist, dass die Menschen wieder zurück zum Dialekt wollen, die zunehmende Amerikanisierung unserer Sprache ärgert sie.

Auch junge Menschen?


Ehmke: In den Zuschauerreihen sitzen vor allem betagte Gäste mit einem Alter von 60 Jahren aufwärts. Aber wir versuchen, auch Jüngere an die Mundart wieder heranzuführen, indem wir beispielsweise Kinderchöre mit Mundartliedern unsere Veranstaltungen eröffnen lassen. Die ziehen immer gut mit – und bringen damit auch ihren Eltern alte Dialekte wieder näher. Wenn junge Menschen von Mundart infiziert sind, geht es rund.


Aber ist es nicht ein Unterschied, ob ich in einer Einhäuser Gaststätte Dialekt rede oder in einem Unternehmen Karriere machen will?


Ehmke. Ich kann nur sagen, dass das für mich nie ein Problem war. Immerhin war ich selbst lange in führender Position in einem Darmstädter Betrieb, habe viele Vorträge und Schulungen gehalten. Heute bin ich Dozent an der Dualen Hochschule in Baden-Württemberg und baue in meinen Unterricht immer mal wieder Mundartbegriffe ein. Das kommt bei meinen Studenten super an. Ruckzuck sind wir plötzlich im Gespräch, beispielsweise über Pfälzer Saumagen.


Aber im Beruf . . .


Ehmke: Im Kundengespräch kann das ebenso klappen. Ich selbst habe mich immer gefreut, wenn mein Gegenüber aus Bayern kam und seine Heimat in der Sprache nicht verbergen konnte. Irgendwann habe ich dann gefragt, ob ich auch etwas Hessisch reden darf. Das habe ich immer mehr gesteigert, bis mein Gesprächspartner gesagt hat, dass er gar nichts mehr versteht. (lacht)

Also wollen die Mundartfreunde den Dialekt wieder salonfähiger machen?


Ehmke: Daran arbeiten wir. Wir sind ein Netzwerk, dem mittlerweile rund tausend Menschen angehören. Ich war der Mitinitiator, als diese Interessengemeinschaft vor etwa 20 Jahren gegründet wurde.

Und wie sind Sie auf die „Alte Schlosserei“ in Einhausen gestoßen?


Ehmke: Über den Fußball. Mein Sohn ist begeisterter Fan von Einfracht Frankfurt und hat Schlosserei-Inhaber Hartmut Hedderich und dessen Sohn mal im Stadion kennengelernt. Irgendwann kam das Gespräch auf unsere Babbelschilder, die Hedderich sofort gut gefallen haben – und ruckzuck war ich mit ihm auf Facebook vernetzt. Jetzt haben wir uns in Einhausen getroffen, um den Hinweis „Mer babbele Mundart“ anzubringen. Die Feierstunde wurde mit einer Spendenübergabe aus einer Tombola von über 1131,50 Euro an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt verbunden. Für diesen Verein spenden auch wir Mundartfreunde schon seit vielen Jahren.

Haben Sie sich schon mal prominente Hilfe geholt?


Ehmke: In Brandau war mal Dragoslav Stepanovic dabei.

Der frühere Kulttrainer von Eintracht Frankfurt.


Ehmke: Genau. Sein berühmter Satz „Lebbe geht weider“ hat meinem Sohn in schweren Zeiten geholfen. Als wir eine ganze Bande am Brandauer Fußballplatz mit der Aufschrift „Mundart trifft es besser“ angebracht haben, hat Stepanovic sie eingeweiht. Übrigens hat er danach in Schlierbach zum allerersten Mal Kochkäse gegessen.


Gibt es weitere Babbelschilder in Einhausen?


Ehmke: Nein, das an der „Alten Schlosserei“ ist das allererste. Im Kreis Bergstraße fallen mir spontan die Felsberg-Apotheke in Reichenbach, die „Ourewäller Kuchestubb“ in Mörlenbach, das Gasthaus „Zum Odenwald“ in Ellenbach und zumeist Privathäuser ein. Auf Anhieb fällt mir nur die Felsberg-Apotheke in Reichenbach ein. In Darmstadt-Dieburg und im Odenwaldkreis sieht das anders aus, da sind Kindergärten, Metzger oder auch ein Tierarzt ausgezeichnet.


Da kann sich in Einhausen und im Kreis Bergstraße ja aber auch noch etwas tun.


Ehmke: Das stimmt. Auf meiner Liste habe ich 25 Bewerber für unsere Mundart-Schilder. Da steht auch eine Bäckerei in Gadernheim drauf. Mal schauen, ob ich alle in diesem Jahr abarbeiten kann. Meine Frau bremst mich da etwas.


Oha, wieso denn?


Ehmke: Bei der Übergabe der Schilder schlüpfe ich immer in meine Tracht. Und es ist ganz schön aufwändig, die vorher zu bügeln und herzurichten. Das bleibt an meiner Frau hängen. Deswegen bieten wir jetzt auch an, die Schilder per Post zu verschicken. 

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 09.12.2017

 

GEBABBEL für Jung und Alt

 

Die Benefiz-Mundart-CD „Tross, tross, trill, de Bauer hot e Fill – Kinnerfraad, g`sunge un g`soad“ (mit Begleitbuch) soll Generationen verbinden. Fast 300 Kinder aus elf Schulen und Kindergärten aus der Großregion Südhessen haben mitgewirkt. Die Eröffnung spricht der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Menschen, die ein Herz für die Mundart haben und ihre heimische Mundart sprechen oder sogar singen können oder auch erlernen möchten, sollen nach den Vorstellungen der Organisatoren die CD mit Begleitbuch ihren Kindern und Enkeln vorstellen und mit ihnen Lieder, Reime und Gedichte im heimischen Zungenschlag üben. Im Begleitbuch sind alle mundartlichen Texte auch in Hochdeutsch übersetzt und mit Illustrationen geschmückt.

Gefallen gefunden haben die an den Aufnahmen beteiligten Kinder auch an traditionellen Mundartliedern und Reimen wie die „Scholze Greet“, „Un alleweil rappelt`s aom Scheiedoor“ oder „Es bucklisch Männche“, die ebenfalls auf der CD zu hören sind.

 

Was die Erziehung von Kindern in der heimischen Mundart angeht, hat die Zeitschrift „Eltern“ in ihrer Dezember-Ausgabe 2016 eine Aussage von Prof. Heike Wiese zitiert. Die Professorin für deutsche Sprache der Gegenwart an der Universität Potsdam sagt demnach: „Seitdem das so genannte Hochdeutsch Anfang des letzten Jahrhunderts von Bürokraten zum Standarddeutsch erklärt wurde, wird es benutzt, um bestimmte Gesellschaftsgruppen auf- und abzuwerten. Diese Überzeugung prägt unsere Gesellschaft stärker als je zuvor, auch wenn sie völlig sinnlos und falsch ist. Deshalb ist es auch nötig, immer wieder die Wichtigkeit von Dialekten zu betonen.

 

Je stärker ein Kind Dialekt spricht, desto mehr profitiert es davon. Es wächst mit doppeltem Vokabular auf und mit zwei verschiedenen Grammatiken: Das fordert das Gehirn ungemein heraus! Hinzu kommt die emotionale Ebene. Dialekt ist die Sprache des Gefühls, ich spreche sie mit den Menschen, die ich am meisten liebe. Das gibt Sicherheit, Heimatgefühl, Identität.“

Die CD mit Begleitbuch ist für 15 Euro erhältlich. Der volle Erlös aus dem Verkauf unterstützt den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar. Zg

 

Das Begleitbuch der Mundart-CD enthält auch Illustrationen zu den Liedern und Reimen.

© picasa/mundartfreunde südhessen

 

Autor: Zg

Bericht im Bergsträßer Anzeiger -  23. November 2017

 

Original Bericht

 

Nachruf Bensheimer Urgestein im Alter von 76 Jahren gestorben

Trauer um Dieter Kellermann

 

Bensheim. Eines der letzten Bensheimer Originale ist tot. Dieter Kellermann ist vor wenigen Tagen im Alter von 76 Jahren überraschend gestorben. Kellermann war nicht nur waschechter "Bensemä Känbäijer", er war Chronist, bekennender Mundartfreund und -babbler und Verfasser des Büchleins "Im Summä, moin Bu, do bracht mä koa Schuh". In seinen "gesoammelde Wäijge" hat er seine Kindheit beschrieben, aber auch Anekdoten - beispielsweise über den Bensheimer Scharfrichter oder den Flannerz (Leichenschmaus), Gedichte und Liedtexte über sein Leben und seine Heimat im Wandel der Zeit geschildert und festgehalten. Die Batschkapp' und ein verschmitztes Lächeln waren typisch für den "Bensemä Koaschdler", der Gott und die Welt kannte und der in seiner Heimatstadt bekannt wie ein bunter Hund war.

 

Häufig saß der Rentner vor einem Café in der Innenstadt, plauderte mit Bekannten und Freunden und grüßte mit einem freundlichen Hallo die vorübergehenden Passanten. Kellermann gehörte zum Stadtbild wie die Fraa vun Bensem. Der Verstorbene kannte Bensheim, wo er im Juni 1941 mitten im Krieg als jüngstes von zehn Geschwistern in der Schwanheimer Straße geboren wurde, aus dem Effeff. Er lernte Maurer und war als Betriebs-Handwerker bei der Brauerei Guntrum beschäftigt. Nachdem er seinen Bau-Beruf an den Nagel gehängt hatte, arbeitete er bei der Bundeswehr im Bensheimer Depot an der Rheinstraße. Als das Depot 1996 aufgelöst wurde, ging Kellermann in den Vorruhestand. Seitdem pflegte er sein Image als

"Koaschdlä". Sein Spitzname geht zurück auf die "Koaschd", eine zweizinkige Hacke, wie sie früher beim Unkrautjäten,Kartoffelernten und beim Auflockern des Bodens verwendet wurde. Auch Kellermann arbeitete gerne im Garten.

Stadtführung in Mundart


Einheimische und Fremde nahm er über viele Jahre hinweg regelmäßig im Gewand der Bürger zu einem historischen Stadtrundgang mit und überzeugte dabei mit viel Geschichtswissen und ebenso viel Humor und Spontanität. Zur Erheiterung der Teilnehmer wechselte er im Verlauf der Führung immer wieder vom Hochdeutschen in den Bensemer Dialekt. Unter dem Motto "Feuer und Flamme für die Mundart" trat Kellermann sogar im Rahmen des Bensheimer Hessentags bei einem Mundartabend auf. Dieter Kellermann war aber nicht nur ein unterhaltsamer und beredter Geschichtenerzähler und Geschichtskenner,

er war auch ein Sammler aus Leidenschaft. Für ihn gab es weder Plunder noch Krempel oder "Gelersch", sondern nur Schätze, die er vor der endgültigen Vernichtung und der Mülltonne bewahrte. Allein mehr als 300 zum Teil historische Bügeleisen, altes Werkzeug, dazu Unmengen von Haushaltsgegenständen, deren Funktion heute kaum noch einer kennt, bewahrte er sorgfältig auf - und restaurierte sie zum Teil auch. Und natürlich waren auch diverse "Koaschds" unter seinen Sammlerstücken. Die Beisetzung von Dieter Kellermann findet am kommenden Mittwoch (29.) um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Bensheim-Mitte statt.
Gs

© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 23.11.2017

Bild © Funck

Bericht am 01.11.17 im FRIZZ - Stadt- und Kulturmagazin für Darmstadt magazin.gebabbel

 

FRIZZ MAG | #416 | NOVEMBER 2017

 

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Ein Herz für die Mundart

 

Seit über zwei Dekaden setzen sich die Mundartfreunden Südhessen mit verschiedenen Projekten für den Erhalt der Mundart ein. Der neueste Streich:

Die Benefiz Mundart CD „Dross, dross drill, de Bauer hot e Fill“,... Kinnerfraad, g`sunge un g`soad“. Erhalt und Pflege der südhessischen Mundart – das ist das zentrale Anliegen der Mundartfreunde Südhessen, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit interessanten und publikumswirksamen Aktionen wie der Verleihung der Plakette „Mer babbele Mundart“ auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht haben. Ein Engagement, das Wirkung zeigt: Mundart zu sprechen ist auch bei jungen Hess*innen wieder überaus angesagt, man denke an den großen Erfolg der Mundart-Band Lichtenberg. Um die Mundart zu dokumentieren, hatten die Mundartfreunde bereits vier Benefiz Mundart-CDs veröffentlicht, doch die mitwirkenden Akteure waren in erster Linie ältere Leute, die noch eine unverfälschte Mundart beherrschen. Daher setzte man sich im Vorfeld der Produktion der neuen Mundart CD das Ziel, auch jüngere Menschen vor allem in Kindergärten und Schulen für die Mundart zu begeistern um den heimischen Dialekt zu fördern und zu erhalten. Denn gemäß dem Motto „Wir wollen nicht nur die Asche aufbewahren, sondern das Feuer neu entfachen“ sehen es die älteren Mundartfreunde als Verpflichtung, das Kulturgut Mundart zu bewahren und weiterzugeben. Ein Aufruf an Eltern, Erzieher, Lehrer in Schulen, Kindergärten und an Dirigenten von Kinder- sowie Jugendchören in den südhessischen Sängerkreisen fand ein überaus positives und umfangreiches Echo. So liefen über vier Jahre die Tonaufnahmen in Kindergärten und Schulen in ganz Südhessen sowie im Tonstudio von Fritz Ehmke in Modautal-Lützelbach, der das Projekt federführend voran trieb. Ende September dieses Jahres schließlich konnte das fertige Werk veröffentlicht werden, für das neben den teilnehmenden Sänger*innen auch viele Unterstützer im Hintergrund mit viel Herzblut bei der Sache waren und ihre kreativen Fähigkeiten haben einfließen lassen. Eine wunderbare Aktion der Mundartfreunde Südhessen, die eben nicht nur junge und junggebliebene Mundartfreunde begeistert, sondern auch einem weiteren guten Zweck dient: Der vollständige Verkaufspreis für die CD und das Begleitbuch kommt dem Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar zugute. Die Benefiz CD der jungen Mundartfreunde soll indes auch der Auftakt sein für ein weiterführendes Projekt mit dem Namen „Kaiserturm“, das die neue CD mit Begleitbuch in Kindergärten und Schulen vorstellen wird. Im Anschluss daran können im Rahmen kleiner Projekte Lieder, Reime und Gedichte in Mundart eingeübt werden, die schließlich in ein weiteres CD – Begleitbuch- Projekt mit dem Namen „Kaiserturm“ einfließen sollen.

 

Presseportal der Mundartfreunde Südhessen

 

Kult-Trainer „Stepi“ weihte Bandenschild bei der KSG Brandau ein!

Spendenerlös von Armbändchen mit der Aufschrift „Lebbe geht weider“ unterstützt krebskranke Kinder

 

Dragoslav Stepanović, der beliebte ehemalige Trainer der Eintracht Frankfurt hat am Sonntag den 29.10 die offizielle Einweihung des ersten Banden-Kultschildes der Mundartfreunde Südhessen am Fußballfeld der KSG Brandau vorgenommen. Marc Lampert der zweite Vorsitzende der KSG begrüßte Stepi und zahlreich erschienene Gäste und betonte, dass die Idee der Mundartfreunde Südhessen mit der Schildauszeichnung zum einen krebskranke Kinder

zu unterstützen und zum anderen das bei den KSG Mitgliedern der heimische Zungenschlag damit gepflegt und  gefördert werden soll sehr gut

angekommen ist und dafür der beste Platz am Fußballfeld kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Fritz Ehmke und Edgar Bodensohn vom Kernteam

der Mundartfreunde bedankten sich für diese großartige Geste und freuen sich das nach jetzt über 100 erfolgten Schild-Auszeichnungen  von Rathäusern,

Geschäften, Vereinshäuser und Privathäuser in Südhessen das erste Bandenschild an einem Fußballplatz prangt und die Betrachter zum babbeln einlädt.

Die Ourewäller Hartriel (Peter Roßmann, Karl-Heinz Hach und David Strnad aus Modautal) untermalten die Einweihung mit mundartlichen Liedern bevor

Stepi die Einweihung mit einem zarten Ballschuss an das neue Bandenschild vollzog. Thomas Ehmke, Fan der Eintracht Frankfurt, der Sohn von Fritz Ehmke

erinnerte sich in seiner Rede als er vor 25 Jahren als kleiner Junge bei der KSG mit dem Fußballspielen angefangen hatte galt seine Liebe der Eintracht

Frankfurt mit dem damaligen Trainer Dragoslav Stepanović. Sein berühmter Spruch „Lebbe geht weider“ hat Thomas Ehmke während und nach schwerer

Krankheit immer wieder vor Augen gehabt und motiviert. Deshalb hatte er zur Feierstunde Armbänder mit der Aufschrift „Auf jetzt! Lebbe geht weider“

mitgebracht die für eine Spende an krebskranke Kinder guten Zuspruch fanden. Stepi freute sich in seiner Rede über dieses Engagement und allgemein

darüber, dass er sehr oft dankbar von Menschen angesprochen wird, denen sein berühmt gewordener Spruch ebenso geholfen hat.  Alle Anwesenden

Gäste waren begeistert von dieser gelungenen Feierstunde und ihrem sympathischen und natürlichem Fußball-Idol Stepi.

Die Armbänder können angefragt werden unter eMail: ehmke@fritzehmke.de

 

Weiterhin wird es die Armbänder demnächst bei der Eintracht geben.

 

Informationen und Kontakt zu den Mundartfreunden Südhessen unter www.gebabbel-suedhessen.de zur KSG Brandau unter: https://www.ksgbrandau.de

 

Bild v.l: David Strnad, Peter Roßmann, Karl-Heinz Hach, Georg Haumann, Edgar Bodensohn, Marc Lampert, Markus Haumann, Fritz Ehmke,

Dragoslav Stepanović, Thomas Ehmke, Luc Bickelhaupt, Jonas Roth, Paul Daniel