Presse

Darmstädter Echo 07.11.2018

 

https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/reinheim/mundartfreunde-sudhessen-starten-ihr-neues-projekt_19167806

 

Mundartfreunde Südhessen starten ihr neues Projekt

Von Matthias Voigt

Nun wollen die Babbler vor allem dafür sorgen, dass der Dialekt an Jüngere weitergegeben wird. Aufruf zu vielfältigen Bewerbungen.

Die Kinder der Dr.-Jacob-Goldmann-Kindertagesstätte in Reinheim nehmen ein Lied auf für das neue Projekt der Mundartfreunde Südhessen. Von links: Peter Roßmann (Gitarre) sowie Fritz Ehmke und von der Kita Marina Schmitt und Ilona Salzer. Foto: Karl-Heinz Bärtl

 

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MODAUTAL/REINHEIM - In Südhessen läuten die Mundartfreunde um Fritz Ehmke aus Modautal-Lützelbach die nächste Phase ein, um den hiesigen Dialekt zu würdigen. Bisher stand die Dokumentation der Mundart im Vordergrund, nicht zuletzt durch CD-Projekte mit auf südhessisch vorgetragenen Liedern, Gedichten und kurzen Geschichten. Doch nun startet Teil zwei der Mission.

„Wir wollen nicht so weitermachen wie bisher, sonst stirbt der Dialekt aus“, sagt Fritz Ehmke. „Nun geht es darum, die Mundart weiterzugeben an die junge Generation. Sozusagen Mundart als Familienspaß.“ Das Ziel ist klar umrissen: Menschen, die Mundart leben, sollen motiviert werden, sich über Generationen hinweg zu engagieren.

 

Auch ein Preis ist geplant

 

Dazu haben die Babbler nun das Benefizprojekt „Kaiserturm – ein Herz für die Mundart“ aus der Taufe gehoben. Der Turm oberhalb von Neunkirchen wurde gewählt, weil „er das Wahrzeichen im südlichen Odenwald ist und ihn jeder kennt“, sagt Ehmke. Und schiebt hinterher: „Außerdem können wir dann sagen: Die Auszeichnung kommt von höchster Stelle.“

 

MITGLIEDER DER JURY

Die Jury des Projekts Kaiserturm – ein Herz für die Mundart“ setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Extern: Marlene Schwarz (Künstlername: Herta Wacker aus Brensbach), Landrat Klaus Peter Schellhaas, Thorsten Matzner (Mannheimer Morgen), Walter Ullrich (der Mundartpfarrer aus Trebur), Erich Kleene (Bücherinsel Dieburg), Walter Renneisen (Schauspieler) Intern: Peter Dotterweich und Friedel Enders (beide aus Ueberau), Gerlinde Bannert (Heppenheim-Erbach) Christine Hechler (Reichenbach) und Fritz Ehmke (Lützelbach) (mv)

Das Projekt ist in zwei Kategorien unterteilt. Unter „A“ soll ein Mundartpreis vergeben werden. Hierzu können sich Klassen, Bürger, Vereine oder wer auch immer mag mit einem Lied- oder Babbelbeitrag für eine CD-Produktion bewerben. Die Jury schaut anschließend, welcher Beitrag von der Qualität und dem Charakter her passt und entscheidet über die Auswahl. Maximal vier Minuten soll ein einzelner Beitrag dauern. Die Preisträger werden anschließend in einem professionellen Tonstudio mit ihren Liedern und Werken aufgenommen.

Der Auftakt ist bereits gemacht. Kinder der Dr.-Jacob-Goldmann-Kindertagesstätte in Reinheim erhielten kürzlich Besuch von Peter Roßmann an der Gitarre und Fritz Ehmke, um ein Lied aufzunehmen.

 

Und dann gibt es noch die zweite Kategorie: eine Mundart-Auszeichnung für Projekte mit Vorzeigecharakter, die der Förderung und dem Erhalt der Mundart dienen. Bewerben kann man sich hierbei mit eigenen Vorstellungen und Ideen, wie das Ziel erreicht werden kann. Ehmke nennt als Beispiel die Einführung von regelmäßigen Mundartzeiten in Kitas oder Grundschulen, Förderveranstaltungen in Vereinen oder eventuell auch Chor-Projekte auf Mundart. Eine Möglichkeit könnte auch sein, geeignete Literatur zur Verwendung in Schulen und Kitas zu schaffen. Oder Märchen im Dialekt aufzuführen oder etwa die Weihnachtsgeschichte dergestalt aufzuführen.

Die Mundartfreunde helfen gerne bei der Findung einer Idee oder eines Projektes. Sie können auch in gewissem Umfang musikalische Unterstützung leisten. Der Bewerbungsschluss ist in beiden Kategorien offen.

Zu gewinnen gibt es eine künstlerisch gestaltete Kaiserturm-Nachbildung sowie einen Sach- und Förderpreis, über dessen Höhe im Einzelfall entschieden werden soll.

 

Bei der dritten Kategorie, der Ehrenauszeichnung, werden Personen gewürdigt, die sich um die Mundart verdient gemacht haben.

 

Bericht im Darmstädter Echo am 19.09.2018
 

vielen Dank an Matthias Voigt von der Redaktion für den schönen Bericht.

Kinderbuch auf südhessisch

Von Matthias Voigt

 

Die Mundartfreunde Südhessen haben in Zusammenarbeit mit dem Bachem Verlag in Köln ein Mundartbuch für Kinder herausgebracht. Das Büchlein trägt den Titel „Südhessisch fär Grodde un Lauser“.

Auf neun Doppelseiten erkunden zwei Geschwister die Umgebung – von Darmstadt bis zum Felsenmeer.
Foto: Mundartfreunde Südhessen
 

MODAUTAL - Die Mundartfreunde Südhessen haben in Zusammenarbeit mit dem Bachem Verlag in Köln ein Mundartbuch für Kinder herausgebracht. Das Büchlein trägt den Titel „Südhessisch fär Grodde un Lauser“ und ist neun Doppelseiten dick.

Darin macht sich ein Geschwisterpaar auf den Weg, um die Natur der Region und auch Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Während die beiden auf einen Streifzug durch ihre Heimat gehen, wird dieser mit Mundartbegriffen ergänzt. Die Auswahl der Wörter nahmen Gertrud Reining aus Brandau und Fritz Ehmke aus Lützelbach vor.

Zunächst sieht man die beiden am „Kischedisch“ beim Frühstück, wie „Läwerworschd“ und „Wegg“ gegessen werden. Einige Seiten später haben sie die „Waonnerstiwwel“ geschnürt, um durchs Felsenmeer zu klettern. Auch vor den „Houchhaiser“ in Frankfurt machen sie halt – und lassen sich „Fraongforder Werschdsche“ und „Griee Soss“ schmecken. Eine Doppelseite ist Darmstadt mit dem „Hoinerfeschd“ gewidmet, wo der „Laonger Lui“ auf das Geschwisterpaar herabblickt.

Illustriert ist das Druckwerk von Gaby von Emmerich. Sie studierte Design in Paris und Essen und ist eine preisgekrönte Kinderbuchillustratorin. Und keine Unbekannte auf dem Gebiet der Kinderbücher in Mundart. So sind bereits zuvor einige andere Lesestücke in gleichem Stil wie nun für Südhessen erschienen. „Kölsch för et Ströppche“ lautet eines, zudem „Boarisch fürd Zwergal“, „Schwäbisch fürs gloi Buddsale“ oder auch „Berlinerisch für die Allerkleensten“.

„,Südhessisch fär Grodde un Lauser‘ versprüht nicht nur echtes Lokalkolorit, sondern führt die Kleinsten zwischen Rhein, Main und Neckar auch an die heimische Sprache heran“, heißt es in einer Veröffentlichung der Mundartfreunde Südhessen.

Zwar empfiehlt der Hersteller, das Büchlein sei geeignet für Kinder von zwei bis vier Jahren. Doch dürften auch deutlich ältere Leseratten ihren Spaß haben. „Das Büchlein kommt auch bei Erwachsenen wegen den schönen Bildern und Mundartbegriffen sehr gut an und schenkt der ganzen Familie Spaß“, sagt Fritz Ehmke, Vorsitzender der Mundartfreunde Südhessen.


Das Pappbilderbuch „Südhessisch fär Grodde un Lauser“ ist für 7,95 Euro unter der ISBN 978-3-7616-3264-2 erhältlich. Ebenso kann man es in der Postagentur in Brandau erwerben. Inhaberin Helga Peter gibt pro verkauftem Buch einen Euro als Spende an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar.

 

Odenwälder Zeitung - 07.08.2018
 

Danke an Frau Sarah Stephan für den schönen Bericht

Sendbrief Nr.40, Ausgabe Juli 2018
Unterfränkische Dialektinstitut, Institut für deutsche Philologie der Universität Würzburg   

 

Blick zu den Nachbarn – Die Mundartfreunde Südhessen

Die Mundartfreunde Südhessen sind eine Interessengemeinschaft mit ca. 1000 über E-Mail und Facebook vernetzten Mundartfreunden. Zentrale Informationsquelle ist die Internetseite www.gebabbel-suedhessen.de, auf der aktuelle Projekte, Presseberichte, CDs und Bücher zu finden sind. In einer Präsentation werden das Kernteam, das Leitbild und Projekte der letzten Jahre vorgestellt. Die Mundartfreunde engagieren sich im Ehrenamt. Alle Erlöse aus CD-Verkauf und Veranstaltungen unterstützen den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V. Bislang wurde von den Mundartfreunden ein sechsstelliger Spendenbetrag für diesen Verein gesammelt.

 

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Neckartal-Nachrichten - Veröffentlicht am 18. Juli 2018 von Thomas Wilken

Aktuelles aus dem hessischen und badischen Neckartal vom Medienprofi. Nur das beste Wort für Sie.

 

Aktuelles aus hessischen und badischen Odenwald

Ourewällerisch babbeln beim Hausarzt in Beerfelden

 

Beim Hausarzt darf auch ourewällerisch gebabbelt werden: Die Mundartfreunde Südhessen zeichneten Bernhard Wagner, seit Anfang des Monats als Facharzt für Allgemein-, Notfall-, Ernährungsmedizin und Jagd im neuen Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) Oberzent ansässig, mit dem Kultschild „Mer babbele Mundart“ aus. Der junge Hausarzt und Jagdwirt ist ein bekennender Mundartfreund. Das Schild schmückt jetzt die Anmeldung des GVZ im Breimer-Gebäude Beerfelden. Mundart baut Barrieren und Ängste bei den Patienten ab, wenn in der Praxis „schaij gebabbelt wird“. Außerdem dient sie dem Heilungsprozess, waren sich die zur Feierstunde erschienenen Gäste augenzwinkernd einig. Roland Bauer von den Mundartfreunden Südhessen bereicherte die Feierstunde mit Odenwälder Mundartliedern auf dem Akkordeon, bei denen kräftig mit eingestimmt wurde. Vormann Fritz Ehmke bedankte sich für die Unterstützung bei der Werbung für die Benefiz-Mundart-CD mit Begleitbuch mit dem Titel „Tross, tross, trill, de Bauer hot e Fill“. Fast 300 Kinder aus der Region Südhessen wirkten auf ihr mit. Die Eröffnung spricht der bekannte Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Das Begleitbuch mit ansprechenden Bildern enthält alle Lieder, Noten und Texte in Mundart und auf Hochdeutsch. Es sind auf der CD auch traditionelle Odenwälder Mundartlieder zu hören, die die Älteren noch kennen.

„Die CD mit Begleitbuch dient als Familienspaß und zum Erlernen unseres kostbaren Kulturgutes“, so Fritz Ehmke. Der vollständige Verkaufserlös geht an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar. Informationen zu den Mundartfreunden Südhessen mit Auflistung der CD-Verkaufsstellen gibt es auf Facebook unter Mundartfreunde Südhessen. Außerdem wird in Kürze die Seite http://www.gebabbel-suedhessen.de wieder freigeschaltet.

 

Das GVZ geht auf die 2014 entwickelte Gesundheitsstrategie des Odenwaldkreises zurück und wurde vom Hessischen Sozialministerium gefördert, um auch auf dem Land ein wohnortnahes, fachübergreifendes und zukunftsfähiges Versorgungsangebot zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung einer koordinierten (fach- und sektorenübergreifenden) medizinischen und psychosozialen Versorgung der zunehmend älter werdenden Bevölkerung, oftmals mit mehreren Erkrankungen. Nähere Informationen unter http://www.gvk-oberzent.de

 

 Bild v.l. Horst Schnur, Nasir Tajik, Bernhard Wagner, Fritz Ehmke, Roland Bauer, Dietlinde Ehmke. Foto Jan Pastor

Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 28.03.2018 - Bergstraße

 

Spendenübergabe Ehrennadel für Fritz Ehmke / Bergsträßer Mitglieder

stark engagiert

 

Mundartfreunde sammeln für kranke Kinder

 

Simone und Elisabeth Meister aus Reichenbach gratulierten Fritz Ehmke beim Treffen der Mundartfreunde Südhessen mit einem Ständchen.

 

Südhessen. Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar hat kürzlich Fritz Ehmke aus Modautal mit der Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet. Nach dem musikalischen Empfang durch die „letzten Bänkelsänger Adam und Theo“ sowie den Kinderchor „Goldkehlcher“ – bestehend aus 25 Kindern der Dr. Jakob-Goldmann-Kindertagesstätte Reinheim – richtete sich Vereinsvorsitzende Dr. Jutta Buchhold an die rund 100 Gäste und betonte, wie außerordentlich groß der Einsatz von Fritz Ehmke und seinen „Mundartfreunden Südhessen“ sei.

Beträchtlichen Beitrag geleistet

 

„Durch die vielen verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen haben diese immer wieder einen beträchtlichen Beitrag dazu geleistet, den Verein tatkräftig zu unterstützen. Für ein solches Engagement über mehrere Jahre gebührt Fritz Ehmke größter Respekt und Anerkennung. Aus diesem Grund will der Verein Fritz Ehmke eine besondere Ehrung zukommen lassen und verleiht zum ersten Mal die neu geschaffene silberne Ehrennadel“, so Dr. Buchhold.

Nach der Verleihung der Ehrennadel hielt Jörg Lautenschläger, Bürgermeister der Gemeinde Modautal, eine Laudatio und drückte dabei ebenfalls seine Bewunderung und Anerkennung für eine solche Leistung aus. In einem Zeitraum von 26 Jahren ist ein sechsstelliger Spendenbetrag zusammengekommen.

 

Auch Fritz Ehmke trat vor die Gäste, dankte dem Verein für die Verleihung der silbernen Ehrennadel und betonte zugleich, dass all das, was in den zurückliegenden Jahren auf die Beine gestellt wurde, auch durch die engagierte Unterstützung und das Mitwirken aller Mundartfreunde gewährleistet wurde

Unter den Gratulanten waren unter anderem Simone und Elisabeth Meister aus Reichenbach, die nach dem offiziellen Teil ein musikalisches Ständchen zum Besten gaben. Weitere Gäste aus dem Kreis Bergstraße waren Irene Drayß aus Einhausen und Hedwig Zdarsky vom Mundartverein Heppenheim. Sie alle hatten bei den Projekten und Veranstaltungen der Mundartfreunde aktiv mitgewirkt.

Nach dem offiziellen Teil entwickelte sich ein unterhaltsamer bunter Abend mit Gebabbel und Gesangsbeiträgen. Der mit vier Jahren jüngste Mundartbabbler – Jakob Peter aus Lautertal-Wurzelbach – gab ebenfalls eine mundartliche Kostprobe. red

 

© Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 28.03.2018 - 28. März 2018 Autor: red - © Mundartfreunde

mein südhessen, 05.03.2018 - Südhessen. 

 

Verleihung der Ehrennadel an Fritz Ehmke


Am vergangenen Freitagabend, den 02. März, 2018 fand in Roßdorf die Verleihung der Ehrennadel an Fritz Ehmke statt. Die Räumlichkeiten in der Darmstädter Straße wurden großzügiger Weise von der Haftpflichtkasse Darmstadt für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Nach dem musikalischen Empfang der „letzten Bänkelsänger Adam und Theo“ sowie dem Kinderchor „Goldkehlcher“ bestehend aus 25 Kindern der Dr. Jakob-Goldmann-Kindertagesstätte Reinheim, richtete sich Frau Dr. Buchhold, Vorsitzende des Vereins, an die rund 100 anwesenden Gäste und betonte, wie außerordentlich groß der Einsatz von Fritz Ehmke und seinen „Mundartfreunden Südhessen“ sei. „Durch die vielen verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen haben diese immer wieder einen beträchtlichen Beitrag dazu geleistet, den Verein tatkräftig zu unterstützen. Für eine solches Engagement über mehrere Jahre gebührt Herrn Ehmke größter Respekt und Anerkennung. Aus diesem Grund will der Verein Herrn Ehmke eine besondere Ehrung zukommen lassen und verleiht zum ersten Mal die neu geschaffene silberne Ehrennadel“, so Frau Dr. Buchhold. Nach der Verleihung der Ehrennadel hielt Herr Jörg Lautenschläger, Bürgermeister der Gemeinde Modautal, eine Laudatio und drückte dabei ebenfalls seine Bewunderung und Anerkennung für eine solche Leistung aus. Auch Fritz Ehmke trat vor die Gäste, dankte dem Verein für die Verleihung der silbernen Ehrennadel und betonte zugleich, dass all das was in den letzten Jahren auf die Beine gestellt wurde, auch durch die engagierte Unterstützung und das Mitwirken aller Mundartfreunde gewährleistet wurde. Im Anschluss hatten Mitglieder der Mundartfreunde Südhessen noch die Möglichkeit Gedichte, Lieder und Reden in traditioneller südhessischer Mundart vorzutragen. Anschließend ließ man den Abend gemeinsam bei guter Laune, Speis und Trank langsam ausklingen.


Über Fritz Ehmke und die Mundartfreunde Südhessen
Fritz Ehmke gilt als einer der Hauptinitiatoren der zahlreichen Benefiz Mundart Projekte der Mundartfreunde Südhessen. Die Einnahmen aus den Projekten wurden über mehrere Jahre an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V. gespendet. Zu den einzelnen Aktionen zählen die Mundartabende auf dem Hessentag in Bensheim und Rüsselsheim, in 2017 die Veranstaltungen „Farben der Mundart“ in der Stadthalle Ober-Ramstadt unter Schirmherrschaft von Landrat Klaus Peter Schellhaas und die Veranstaltung „Mundart paukt“ vom Musikzug Roßdorf in der Rehberghalle Roßdorf unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Christel Sprößler. Hinzu kamen Spenden für Auszeichnungen mit dem Kultschild „Mer babbele Mundart“ und der aktuelle Verkaufserlös der Benefiz CD mit Begleitbuch "Tross, tross, trill". Eine Präsentation mit Vorstellung der Mundartfreunde Südhessen und ihren Projekten sowie Angaben zu den Verkaufsstellen für die Benefiz CD`s  unter www.gebabbel-suedhessen.de. Die erste Benefiz Hörcassette von und mit Kindern „Farbe kommt in dein Leben“ wurde im Jahr 1991 zu Gunsten der Kinderkrebshilfe der Universitätsklinik Heidelberg produziert. Insgesamt ist über einen Zeitraum von 26 Jahren bis heute ein sechsstelliger Spendenbetrag für gemeinnützige Einrichtungen zusammengekommen.


Zur Partnerschaft der Haftpflichtkasse
Die Haftpflichtkasse, als erfolgreiches Wirtschaftsunternehmen mit über 340 Mitarbeitern sieht sich in der Pflicht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas an die Gesellschaft zurückzugeben. Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V., der seit 1987 ehren- und hauptamtlich tätig ist, leistet einen enorm wichtigen Beitrag dazu, dass den kranken Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern geholfen wird. Dieses Engagement beeindruckt die Haftpflichtkasse nachhaltig und auch aus diesem Grund unterstützt die Haftpflichtkasse den VKKD, um diese wertvolle Arbeit auch in Zukunft gewährleisten zu können.  Die Haftpflichtkasse versteht ihre Fürsorge dabei als ganzheitlichen Einsatz, der sich nicht allein auf finanzielle Aspekte beschränkt, sondern von ehrlichem Interesse geprägt ist. So unterstützt sie den Verein auch mit Sachspenden und stellt ihre Räumlichkeiten, wie an diesem Abend, für Veranstaltungen zur Verfügung.

 

Über den VKKD
Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar e.V. unterstützt und begleitet schwerkranke Kinder mit ihren Eltern indem er versucht, die Familien finanziell und organisatorisch auf schnellem Wege zu entlasten. Auch wird psychosoziale Unterstützung während der schweren Lebensphase angeboten und damit ganzheitlich die gesamte Familie betreut. Der Verein erhält keine staatliche Unterstützung und ist somit auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung angewiesen. Umso mehr freut sich der Verein über Unterstützer und Helfer wie die Haftpflichtkasse und die Mundartfreunde Südhessen, da diese durch ihre Unterstützung sicherstellen, dass der Verein auch in Zukunft seine Arbeit fortführen kann.
(msh)

 

Presseportal der Mundartfreunde Südhessen, Ausgabe 06. März 2018

 

Verleihung der Ehrennadel an Fritz Ehmke und seine Mundartfreunde

 

Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main- Neckar(VKKD) hat am Freitag den 02. März 2018 Fritz Ehmke aus Modautal als ersten mit der neu geschaffenen Ehrennadel  des Vereins ausgezeichnet.  Zur Feierstunde im Gebäude der Haftpflichtkasse Roßdorf konnte Frau Dr. Jutta Buchhold 1.Vorsitzende des VKKD rund 100 Gäste begrüßen. Empfangen wurden die Gäste durch die Bänkelsänger Adam und Theo mit ihrer Drehorgel. den „Goldkehlcher“ von der Dr. Jakob Goldmann  Kindertagesstätte in  Reinheim eröffneten dann die offizielle Feierstunde. Die Erzieherinnen Ilona Salzer und Marina Schmitt hatten mit den Kindern das Lied „Heile, heile Gensje“ in heimischer Mundart eingeübt. Die begeisterten Gäste forderten eine Zugabe. Begleitet wurden die Kinder von Peter Roßmann mit der Gitarre. Frau Dr. Jutta Buchhold  würdigte und bedankte sich für die langjährige finanzielle Unterstützung  des Vereins durch Fritz Ehmke mit seinen Mundartfreunden. Jörg Lautenschläger, Bürgermeister der Gemeinde  Modautal  nannte in seiner Laudatio die zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten  von Ehmke seit seiner frühesten Jugend  und das besondere Engagement für  gemeinnützige Einrichtungen. In einem Zeitraum von 26 Jahren ist ein sechsstelliger Spendenbetrag  zusammen gekommen. Ehmke war sichtlich gerührt und bedanke sich bei dem Vorstand des VKKD für die Organisation des Abends und die durch den VKKD erfolgte Einladung  der Mundartfreunde um sich auch bei ihnen für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei den CD Produktionen und Veranstaltungen zu bedanken. In einer Gedenkminute gedachte man den im letzten Jahr verstorbenen Mundartfreunden Mariechen Hauf aus Eschollbrücken, Arnold Kratz, Mundartdichter und Komponist  aus Michelstadt und Dieter Kellermann aus Bensheim. Nach dem offiziellen Teil entwickelte sich nach dem vorgegebenen Motto „Wer will, der derf“ ein unterhaltsamer bunter Abend mit Babbel und Gesangsbeiträgen von Gertrud Reining aus Brandau, Erika Hallmeier aus Ober-Ramstadt, und Simone mit Elisabeth Meister aus Lautertal-Reichenbach. Weitere Beiträge kamen von Karl Ohl aus Wiebelsbach-Groß-Umstadt, den Ourewäller Hartriel mit Peter Roßmann und Karl-Heinz Hach, sowie den Viermaonnsleit  mit Heinz Allmann, Heinz Speckhardt, Willi Würtenberger, Fritz Ehmke aus Modautal. Der mit vier Jahren jüngste Mundartbabbler Jakob Peter aus Wurzelbach gab ebenfalls eine kleine mundartliche Kostprobe. Einen ansprechenden Rahmen für die Veranstaltung bot die Haftpflichtkasse in Roßdorf, die den Raum für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.

 

Informationen, wer sind die Mundartfreunde Südhessen, ihre Projekte,  Veranstaltungen und CD-Verkauf siehe pdf in der Startseite.

 

Text: Edgar Bodensohn, Kernteam Mundartfreunde Südhessen

 

© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 16.01.2018
6. Januar 2018 Autor: red

SOZIALES MUNDARTFREUNDE SÜDHESSEN ÜBERREICHEN IN DARMSTADT
EINE GROßZÜGIGE SPENDE

12 000 Euro für schwerkranke Kinder 


Darmstadt/Bergstraße.Große Freude in Darmstadt: Der Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar (VKKD) erhielt im Rahmen einer Feierstunde eine Spende von 12 000 Euro. Dieser stolze Betrag ist im vergangenen Jahr bei den Aktionen und Veranstaltungen der Mundartfreunde Südhessen zusammengekommen. Zu den Akteuren gehörten unter anderem auch Aktive aus dem Lautertaler Ortsteil Reichenbach und dem Lindenfelser Stadtteil Schlierbach. Zu diesen Veranstaltungen der Mundartfreunde zählten der Mundartabend auf dem Hessentag in Rüsselsheim, die „Farben der Mundart“ in der Stadthalle Ober-Ramstadt unter Schirmherrschaft von Klaus Peter Schellhaas, dem Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg oder auch „Mundart paukt“ vom Musikzug Roßdorf in der Rehberghalle Roßdorf unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Christel Sprößler. Hinzu kamen Spenden für Auszeichnungen mit dem Kultschild „Mer babbele Mundart“ und der aktuelle Verkaufserlös der Benefiz-CD mit Begleitbuch „Tross, tross, trill“. Würdigung für die Unterstützer VKKD-Vorsitzende Dr. Jutta Buchhold dankte für die große Spendensumme zur Unterstützung der von ihrem Verein betreuten kranken Kinder: „Wir sind froh, dass so liebe Menschen mit ihrer Freude für die Mundart auch unseren Kindern Freude machen und sie beim Gesundwerden unterstützen und ihnen und ihren Familien das Leben erleichtern.“ Besonderer Dank galt Werner Schuchmann, Bürgermeister von Ober-Ramstadt, der mit Dr. Wolfgang Reinig zur Feierstunde erschienen war. Er hatte für die Veranstaltung „Farben der Mundart“ die Stadthalle kostenlos zur Verfügung gestellt. Dr. Reinig und der Landfrauenverein Ober-Ramstadt hatten bei der Organisation und Bewirtung unterstützt. Ein weiterer Dank ging an die Vorstandsmitglieder des Musikzugs Roßdorf: Vorsitzender Roland Kaffenberger sowie Hubert Wamser und Gregor Klein. Es wurde als vorbildliche Geste gewürdigt, sich mit den Mundartfreunden zu engagieren, um den Mundartabend in der Rehberghalle zu organisieren. Dank gebührte auch den Sponsoren, die weitgehend alle entstanden Kosten bei den Veranstaltungen und Projekten übernommen haben. Johanna und Elisabeth Meister waren als jüngste Bühnenakteure und Mitwirkende bei der Benefiz-CD mit Begleitbuch „Tross. Tross, trill“ mit ihrer Mutter Simone Meister und Dietlinde Ehmke in ihren schmucken Odenwälder Trachten erschienen. Simone Meister moderierte Simone Meister, Vorsitzende des Verschönerungsvereins Reichenbach, hatte zusammen mit Fritz Ehmke die Veranstaltungen auf dem Hessentag, in Ober-Ramstadt und in Roßdorf moderiert. Ebenfalls zur Runde zählte Edgar Bodensohn, der bei der Organisation der Veranstaltungen und bei der Produktion der CD tatkräftig unterstützt hatte. Zur musikalischen Bereicherung der Feierstunde trugen die Bänkelsänger Adam und Theo, Roland Bauer mit seinem Akkordeon und Karl Ohl vom Pöllataler Viergesang bei. Nach dem offiziellen Teil erklangen Odenwälder Lieder, bei denen alle einstimmten und sich darüber einig waren: Ein schöner und fröhlicher Nachmittag, man trifft sich dort zur nächsten Spendenübergabe wieder. Übrigens: Die Mundartfreunde schmieden derzeit ein neues Benefiz-Projekt. red

Foto: Mundartfreunde spenden (v.l.): Christine Gunder, Roland Kaffenberger, Tina Piemontese, Hubert Wamser, Gregor Klein, Jürgen Kummer, Helga Näfe, Dr. Ursula Vierkotten, Elisabeth Meister, Dr. Reiner Buchhold, Karl Ohl, Edgar Bodensohn, Fritz und Dietlinde Ehmke, Johanna Meister, Werner Schuchmann, Dr. Jutta Buchhold, Simone Meister, Adam Breitwieser, Theo Speckhardt und Roland Bauer. © red

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 12.01.2018, Einhausen

Autor: Florian Karlein (lok)

BA-Interview: Fritz Ehmke von den Mundartfreunden Südhessen spricht nach seinem Besuch in Einhausen über Dialekte, deren Bedeutung und Dragoslav Stepanovic


„Wieder zurück zum Dialekt“


Nur wenige Menschen können in ihrer Sprache verbergen, aus welchem Teil Deutschlands sie stammen. Andere kultivieren den Dialekt sogar. Einer von ihnen ist Fritz Ehmke von den Mundartfreunden Südhessen. Er war jetzt zum ersten Mal in offizieller Mission in Einhausen unterwegs. Fritz Ehmke (kleines Bild) meldet sich am Telefon so, wie es zu erwarten war: „Ei, morsche“, sagt der 67-jährige Vormann der Mundartfreunde Südhessen. Den Anruf aus der BA-Redaktion hat er nach seinem Besuch in der Einhäuser Gaststätte „Alte Schlosserei“ schon erwartet. Mit dem Kult- und Hinweisschild „Mer babbele Mundart“ wurde das Lokal ausgezeichnet. Als erste öffentliche Einrichtung in der Gemeinde. Grund genug, um mit Ehmke über Dialekte zu reden. Im Interview verrät der Mundartfachmann unter anderem, wo Dragoslav Stepanovic, früherer Kulttrainer von Eintracht Frankfurt, zum ersten Mal Kochkäse gegessen hat.

Was ist denn so toll an Mundart, Herr Ehmke?

 

Fritz Ehmke: Sie kommt von der Seele und geht zu Herzen. Mundart baut Barrieren ab – Hochdeutsch klingt dagegen eher steif und unnahbar. Wer im Dialekt redet, wirkt einfach gleich viel sympathischer, wenn er auf einen Dialektsprecher trifft. Und noch dazu lassen sich in Mundart viele Dinge viel einfacher erklären als in gestelztem Hochdeutsch.

Und die Mundartfreunde arbeiten an der Zukunft des Dialekts.


Ehmke: Absolut. Unsere Veranstaltungen – zum Beispiel der Mundartabend in Heppenheim-Erbach – sind sehr gut besucht, unsere CDs, insbesondere unsere Neue mit dem Begleitbuch „Tross, tross, trill“, werden nachgefragt. Mein Eindruck ist, dass die Menschen wieder zurück zum Dialekt wollen, die zunehmende Amerikanisierung unserer Sprache ärgert sie.

Auch junge Menschen?


Ehmke: In den Zuschauerreihen sitzen vor allem betagte Gäste mit einem Alter von 60 Jahren aufwärts. Aber wir versuchen, auch Jüngere an die Mundart wieder heranzuführen, indem wir beispielsweise Kinderchöre mit Mundartliedern unsere Veranstaltungen eröffnen lassen. Die ziehen immer gut mit – und bringen damit auch ihren Eltern alte Dialekte wieder näher. Wenn junge Menschen von Mundart infiziert sind, geht es rund.


Aber ist es nicht ein Unterschied, ob ich in einer Einhäuser Gaststätte Dialekt rede oder in einem Unternehmen Karriere machen will?


Ehmke. Ich kann nur sagen, dass das für mich nie ein Problem war. Immerhin war ich selbst lange in führender Position in einem Darmstädter Betrieb, habe viele Vorträge und Schulungen gehalten. Heute bin ich Dozent an der Dualen Hochschule in Baden-Württemberg und baue in meinen Unterricht immer mal wieder Mundartbegriffe ein. Das kommt bei meinen Studenten super an. Ruckzuck sind wir plötzlich im Gespräch, beispielsweise über Pfälzer Saumagen.


Aber im Beruf . . .


Ehmke: Im Kundengespräch kann das ebenso klappen. Ich selbst habe mich immer gefreut, wenn mein Gegenüber aus Bayern kam und seine Heimat in der Sprache nicht verbergen konnte. Irgendwann habe ich dann gefragt, ob ich auch etwas Hessisch reden darf. Das habe ich immer mehr gesteigert, bis mein Gesprächspartner gesagt hat, dass er gar nichts mehr versteht. (lacht)

Also wollen die Mundartfreunde den Dialekt wieder salonfähiger machen?


Ehmke: Daran arbeiten wir. Wir sind ein Netzwerk, dem mittlerweile rund tausend Menschen angehören. Ich war der Mitinitiator, als diese Interessengemeinschaft vor etwa 20 Jahren gegründet wurde.

Und wie sind Sie auf die „Alte Schlosserei“ in Einhausen gestoßen?


Ehmke: Über den Fußball. Mein Sohn ist begeisterter Fan von Einfracht Frankfurt und hat Schlosserei-Inhaber Hartmut Hedderich und dessen Sohn mal im Stadion kennengelernt. Irgendwann kam das Gespräch auf unsere Babbelschilder, die Hedderich sofort gut gefallen haben – und ruckzuck war ich mit ihm auf Facebook vernetzt. Jetzt haben wir uns in Einhausen getroffen, um den Hinweis „Mer babbele Mundart“ anzubringen. Die Feierstunde wurde mit einer Spendenübergabe aus einer Tombola von über 1131,50 Euro an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt verbunden. Für diesen Verein spenden auch wir Mundartfreunde schon seit vielen Jahren.

Haben Sie sich schon mal prominente Hilfe geholt?


Ehmke: In Brandau war mal Dragoslav Stepanovic dabei.

Der frühere Kulttrainer von Eintracht Frankfurt.


Ehmke: Genau. Sein berühmter Satz „Lebbe geht weider“ hat meinem Sohn in schweren Zeiten geholfen. Als wir eine ganze Bande am Brandauer Fußballplatz mit der Aufschrift „Mundart trifft es besser“ angebracht haben, hat Stepanovic sie eingeweiht. Übrigens hat er danach in Schlierbach zum allerersten Mal Kochkäse gegessen.


Gibt es weitere Babbelschilder in Einhausen?


Ehmke: Nein, das an der „Alten Schlosserei“ ist das allererste. Im Kreis Bergstraße fallen mir spontan die Felsberg-Apotheke in Reichenbach, die „Ourewäller Kuchestubb“ in Mörlenbach, das Gasthaus „Zum Odenwald“ in Ellenbach und zumeist Privathäuser ein. Auf Anhieb fällt mir nur die Felsberg-Apotheke in Reichenbach ein. In Darmstadt-Dieburg und im Odenwaldkreis sieht das anders aus, da sind Kindergärten, Metzger oder auch ein Tierarzt ausgezeichnet.


Da kann sich in Einhausen und im Kreis Bergstraße ja aber auch noch etwas tun.


Ehmke: Das stimmt. Auf meiner Liste habe ich 25 Bewerber für unsere Mundart-Schilder. Da steht auch eine Bäckerei in Gadernheim drauf. Mal schauen, ob ich alle in diesem Jahr abarbeiten kann. Meine Frau bremst mich da etwas.


Oha, wieso denn?


Ehmke: Bei der Übergabe der Schilder schlüpfe ich immer in meine Tracht. Und es ist ganz schön aufwändig, die vorher zu bügeln und herzurichten. Das bleibt an meiner Frau hängen. Deswegen bieten wir jetzt auch an, die Schilder per Post zu verschicken. 

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 09.12.2017

 

GEBABBEL für Jung und Alt

 

Die Benefiz-Mundart-CD „Tross, tross, trill, de Bauer hot e Fill – Kinnerfraad, g`sunge un g`soad“ (mit Begleitbuch) soll Generationen verbinden. Fast 300 Kinder aus elf Schulen und Kindergärten aus der Großregion Südhessen haben mitgewirkt. Die Eröffnung spricht der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Menschen, die ein Herz für die Mundart haben und ihre heimische Mundart sprechen oder sogar singen können oder auch erlernen möchten, sollen nach den Vorstellungen der Organisatoren die CD mit Begleitbuch ihren Kindern und Enkeln vorstellen und mit ihnen Lieder, Reime und Gedichte im heimischen Zungenschlag üben. Im Begleitbuch sind alle mundartlichen Texte auch in Hochdeutsch übersetzt und mit Illustrationen geschmückt.

Gefallen gefunden haben die an den Aufnahmen beteiligten Kinder auch an traditionellen Mundartliedern und Reimen wie die „Scholze Greet“, „Un alleweil rappelt`s aom Scheiedoor“ oder „Es bucklisch Männche“, die ebenfalls auf der CD zu hören sind.

 

Was die Erziehung von Kindern in der heimischen Mundart angeht, hat die Zeitschrift „Eltern“ in ihrer Dezember-Ausgabe 2016 eine Aussage von Prof. Heike Wiese zitiert. Die Professorin für deutsche Sprache der Gegenwart an der Universität Potsdam sagt demnach: „Seitdem das so genannte Hochdeutsch Anfang des letzten Jahrhunderts von Bürokraten zum Standarddeutsch erklärt wurde, wird es benutzt, um bestimmte Gesellschaftsgruppen auf- und abzuwerten. Diese Überzeugung prägt unsere Gesellschaft stärker als je zuvor, auch wenn sie völlig sinnlos und falsch ist. Deshalb ist es auch nötig, immer wieder die Wichtigkeit von Dialekten zu betonen.

 

Je stärker ein Kind Dialekt spricht, desto mehr profitiert es davon. Es wächst mit doppeltem Vokabular auf und mit zwei verschiedenen Grammatiken: Das fordert das Gehirn ungemein heraus! Hinzu kommt die emotionale Ebene. Dialekt ist die Sprache des Gefühls, ich spreche sie mit den Menschen, die ich am meisten liebe. Das gibt Sicherheit, Heimatgefühl, Identität.“

Die CD mit Begleitbuch ist für 15 Euro erhältlich. Der volle Erlös aus dem Verkauf unterstützt den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar. Zg

 

Das Begleitbuch der Mundart-CD enthält auch Illustrationen zu den Liedern und Reimen.

© picasa/mundartfreunde südhessen

 

Autor: Zg

Bericht im Bergsträßer Anzeiger -  23. November 2017

 

Original Bericht

 

Nachruf Bensheimer Urgestein im Alter von 76 Jahren gestorben

Trauer um Dieter Kellermann

 

Bensheim. Eines der letzten Bensheimer Originale ist tot. Dieter Kellermann ist vor wenigen Tagen im Alter von 76 Jahren überraschend gestorben. Kellermann war nicht nur waschechter "Bensemä Känbäijer", er war Chronist, bekennender Mundartfreund und -babbler und Verfasser des Büchleins "Im Summä, moin Bu, do bracht mä koa Schuh". In seinen "gesoammelde Wäijge" hat er seine Kindheit beschrieben, aber auch Anekdoten - beispielsweise über den Bensheimer Scharfrichter oder den Flannerz (Leichenschmaus), Gedichte und Liedtexte über sein Leben und seine Heimat im Wandel der Zeit geschildert und festgehalten. Die Batschkapp' und ein verschmitztes Lächeln waren typisch für den "Bensemä Koaschdler", der Gott und die Welt kannte und der in seiner Heimatstadt bekannt wie ein bunter Hund war.

 

Häufig saß der Rentner vor einem Café in der Innenstadt, plauderte mit Bekannten und Freunden und grüßte mit einem freundlichen Hallo die vorübergehenden Passanten. Kellermann gehörte zum Stadtbild wie die Fraa vun Bensem. Der Verstorbene kannte Bensheim, wo er im Juni 1941 mitten im Krieg als jüngstes von zehn Geschwistern in der Schwanheimer Straße geboren wurde, aus dem Effeff. Er lernte Maurer und war als Betriebs-Handwerker bei der Brauerei Guntrum beschäftigt. Nachdem er seinen Bau-Beruf an den Nagel gehängt hatte, arbeitete er bei der Bundeswehr im Bensheimer Depot an der Rheinstraße. Als das Depot 1996 aufgelöst wurde, ging Kellermann in den Vorruhestand. Seitdem pflegte er sein Image als

"Koaschdlä". Sein Spitzname geht zurück auf die "Koaschd", eine zweizinkige Hacke, wie sie früher beim Unkrautjäten,Kartoffelernten und beim Auflockern des Bodens verwendet wurde. Auch Kellermann arbeitete gerne im Garten.

Stadtführung in Mundart


Einheimische und Fremde nahm er über viele Jahre hinweg regelmäßig im Gewand der Bürger zu einem historischen Stadtrundgang mit und überzeugte dabei mit viel Geschichtswissen und ebenso viel Humor und Spontanität. Zur Erheiterung der Teilnehmer wechselte er im Verlauf der Führung immer wieder vom Hochdeutschen in den Bensemer Dialekt. Unter dem Motto "Feuer und Flamme für die Mundart" trat Kellermann sogar im Rahmen des Bensheimer Hessentags bei einem Mundartabend auf. Dieter Kellermann war aber nicht nur ein unterhaltsamer und beredter Geschichtenerzähler und Geschichtskenner,

er war auch ein Sammler aus Leidenschaft. Für ihn gab es weder Plunder noch Krempel oder "Gelersch", sondern nur Schätze, die er vor der endgültigen Vernichtung und der Mülltonne bewahrte. Allein mehr als 300 zum Teil historische Bügeleisen, altes Werkzeug, dazu Unmengen von Haushaltsgegenständen, deren Funktion heute kaum noch einer kennt, bewahrte er sorgfältig auf - und restaurierte sie zum Teil auch. Und natürlich waren auch diverse "Koaschds" unter seinen Sammlerstücken. Die Beisetzung von Dieter Kellermann findet am kommenden Mittwoch (29.) um 13.30 Uhr auf dem Friedhof Bensheim-Mitte statt.
Gs

© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 23.11.2017

Bild © Funck

Bericht am 01.11.17 im FRIZZ - Stadt- und Kulturmagazin für Darmstadt magazin.gebabbel

 

FRIZZ MAG | #416 | NOVEMBER 2017

 

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Ein Herz für die Mundart

 

Seit über zwei Dekaden setzen sich die Mundartfreunden Südhessen mit verschiedenen Projekten für den Erhalt der Mundart ein. Der neueste Streich:

Die Benefiz Mundart CD „Dross, dross drill, de Bauer hot e Fill“,... Kinnerfraad, g`sunge un g`soad“. Erhalt und Pflege der südhessischen Mundart – das ist das zentrale Anliegen der Mundartfreunde Südhessen, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit interessanten und publikumswirksamen Aktionen wie der Verleihung der Plakette „Mer babbele Mundart“ auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht haben. Ein Engagement, das Wirkung zeigt: Mundart zu sprechen ist auch bei jungen Hess*innen wieder überaus angesagt, man denke an den großen Erfolg der Mundart-Band Lichtenberg. Um die Mundart zu dokumentieren, hatten die Mundartfreunde bereits vier Benefiz Mundart-CDs veröffentlicht, doch die mitwirkenden Akteure waren in erster Linie ältere Leute, die noch eine unverfälschte Mundart beherrschen. Daher setzte man sich im Vorfeld der Produktion der neuen Mundart CD das Ziel, auch jüngere Menschen vor allem in Kindergärten und Schulen für die Mundart zu begeistern um den heimischen Dialekt zu fördern und zu erhalten. Denn gemäß dem Motto „Wir wollen nicht nur die Asche aufbewahren, sondern das Feuer neu entfachen“ sehen es die älteren Mundartfreunde als Verpflichtung, das Kulturgut Mundart zu bewahren und weiterzugeben. Ein Aufruf an Eltern, Erzieher, Lehrer in Schulen, Kindergärten und an Dirigenten von Kinder- sowie Jugendchören in den südhessischen Sängerkreisen fand ein überaus positives und umfangreiches Echo. So liefen über vier Jahre die Tonaufnahmen in Kindergärten und Schulen in ganz Südhessen sowie im Tonstudio von Fritz Ehmke in Modautal-Lützelbach, der das Projekt federführend voran trieb. Ende September dieses Jahres schließlich konnte das fertige Werk veröffentlicht werden, für das neben den teilnehmenden Sänger*innen auch viele Unterstützer im Hintergrund mit viel Herzblut bei der Sache waren und ihre kreativen Fähigkeiten haben einfließen lassen. Eine wunderbare Aktion der Mundartfreunde Südhessen, die eben nicht nur junge und junggebliebene Mundartfreunde begeistert, sondern auch einem weiteren guten Zweck dient: Der vollständige Verkaufspreis für die CD und das Begleitbuch kommt dem Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar zugute. Die Benefiz CD der jungen Mundartfreunde soll indes auch der Auftakt sein für ein weiterführendes Projekt mit dem Namen „Kaiserturm“, das die neue CD mit Begleitbuch in Kindergärten und Schulen vorstellen wird. Im Anschluss daran können im Rahmen kleiner Projekte Lieder, Reime und Gedichte in Mundart eingeübt werden, die schließlich in ein weiteres CD – Begleitbuch- Projekt mit dem Namen „Kaiserturm“ einfließen sollen.

 

Presseportal der Mundartfreunde Südhessen

 

Kult-Trainer „Stepi“ weihte Bandenschild bei der KSG Brandau ein!

Spendenerlös von Armbändchen mit der Aufschrift „Lebbe geht weider“ unterstützt krebskranke Kinder

 

Dragoslav Stepanović, der beliebte ehemalige Trainer der Eintracht Frankfurt hat am Sonntag den 29.10 die offizielle Einweihung des ersten Banden-Kultschildes der Mundartfreunde Südhessen am Fußballfeld der KSG Brandau vorgenommen. Marc Lampert der zweite Vorsitzende der KSG begrüßte Stepi und zahlreich erschienene Gäste und betonte, dass die Idee der Mundartfreunde Südhessen mit der Schildauszeichnung zum einen krebskranke Kinder

zu unterstützen und zum anderen das bei den KSG Mitgliedern der heimische Zungenschlag damit gepflegt und  gefördert werden soll sehr gut

angekommen ist und dafür der beste Platz am Fußballfeld kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Fritz Ehmke und Edgar Bodensohn vom Kernteam

der Mundartfreunde bedankten sich für diese großartige Geste und freuen sich das nach jetzt über 100 erfolgten Schild-Auszeichnungen  von Rathäusern,

Geschäften, Vereinshäuser und Privathäuser in Südhessen das erste Bandenschild an einem Fußballplatz prangt und die Betrachter zum babbeln einlädt.

Die Ourewäller Hartriel (Peter Roßmann, Karl-Heinz Hach und David Strnad aus Modautal) untermalten die Einweihung mit mundartlichen Liedern bevor

Stepi die Einweihung mit einem zarten Ballschuss an das neue Bandenschild vollzog. Thomas Ehmke, Fan der Eintracht Frankfurt, der Sohn von Fritz Ehmke

erinnerte sich in seiner Rede als er vor 25 Jahren als kleiner Junge bei der KSG mit dem Fußballspielen angefangen hatte galt seine Liebe der Eintracht

Frankfurt mit dem damaligen Trainer Dragoslav Stepanović. Sein berühmter Spruch „Lebbe geht weider“ hat Thomas Ehmke während und nach schwerer

Krankheit immer wieder vor Augen gehabt und motiviert. Deshalb hatte er zur Feierstunde Armbänder mit der Aufschrift „Auf jetzt! Lebbe geht weider“

mitgebracht die für eine Spende an krebskranke Kinder guten Zuspruch fanden. Stepi freute sich in seiner Rede über dieses Engagement und allgemein

darüber, dass er sehr oft dankbar von Menschen angesprochen wird, denen sein berühmt gewordener Spruch ebenso geholfen hat.  Alle Anwesenden

Gäste waren begeistert von dieser gelungenen Feierstunde und ihrem sympathischen und natürlichem Fußball-Idol Stepi.

Die Armbänder können angefragt werden unter eMail: ehmke@fritzehmke.de

 

Weiterhin wird es die Armbänder demnächst bei der Eintracht geben.

 

Informationen und Kontakt zu den Mundartfreunden Südhessen unter www.gebabbel-suedhessen.de zur KSG Brandau unter: https://www.ksgbrandau.de

 

Bild v.l: David Strnad, Peter Roßmann, Karl-Heinz Hach, Georg Haumann, Edgar Bodensohn, Marc Lampert, Markus Haumann, Fritz Ehmke,

Dragoslav Stepanović, Thomas Ehmke, Luc Bickelhaupt, Jonas Roth, Paul Daniel

 

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