Neijischkeide der Mundartfreunde Südhessen,
Ausgabe März 2026
Liebe Mundartfreunde,
wir freuen uns über die Auszeichnung mit dem Hauptpreis des Hessischen Mundartwettbewerbes 2026.
Zu diesem großartigen Erfolg haben insbesondere unsere Mundartfreunde mit
beigetragen, die bei dem Projekt „Es woar emol, Märche in Südhessischer Mundart“ mitgewirkt, und mit dem wir uns bei dem Wettbewerb beworben haben. Ebenso hat die Jury den gemeinnützigen Zweck dieses Projektes zugunsten krebskranker Kinder mit gewertet, denn aus dem Verkaufserlös wurden 25.000 Euro an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt/Rhein-Main-Neckar gespendet.
Hier die Begründung der Jury (Textauszug Presseportal Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat):
Mit dem Projekt „Es woar emol – Märchen in Südhessischer Mundart“ werden bekannte Märchen als Hörbücher und zweisprachige Begleitbücher liebevoll neu gestaltet und von Muttersprachlern eingesprochen. Der gezielte Einsatz in Kitas und Schulen sowie die Ansprache von zugezogenen Familien fördern die aktive Nutzung der Mundart im Alltag. Musik, Illustrationen und der gemeinnützige Zweck zugunsten krebskranker Kinder erhöhen sowohl Reichweite als auch die Akzeptanz. Den Mundartfreunden Südhessen gelingt es in vorbildlicher Weise, Mundart lebendig, sozial wirksam und generationenübergreifend weiterzugeben.
Die Preisverleihung fand Ende Februar in Marburg statt. Die Siegerurkunde überreichte Ingmar Jung, Heimatminister des Landes Hessen.
Für den Verein nahm der Vorsitzende Fritz Ehmke gemeinsam mit seiner Ehefrau Dietlinde die Auszeichnung entgegen.
Während der Preisverleihung wurde auch ein Video aus dem Tonstudio in Modautal gezeigt. Darin lesen Kinder aus dem Märchenbuch und geben Einblicke in die Entstehung des Projekts.
Die Lehrerin Silke Durrer, die das Projekt mit initiiert hat, betonte die Bedeutung der Mundart für die regionale Kultur. Sie rief Eltern und Großeltern dazu auf, Dialekt im Alltag weiterzugeben.
Hier der Link zu dem Video, das bei der Preisverleihung in Marburg gezeigt wurde.
https://landwirtschaft.hessen.de/video/hauptpreis-mundartfreunde-suedhessen
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Lesen, hören, helfen … die Geschenkidee für Ostern, für alle Dialektsprecher, und die es werden wollen
Das Preisgeld des Hessischen Mundartpreises wurde zur Finanzierung der Nachauflage für das Benefiz-Mundartbuch mit Tonträger „Grodde unn Lauser G’schischde aus Südhesse“ verwendet. Die erste Auflage wurde im Dezember 2025 restlos verkauft.
Es ist ein Dialekt-Lehrbuch mit 33 abwechslungsreichen Geschichten und Sagen im Dialekt und auf Hochdeutsch, farbenfrohen künstlerischen Illustrationen, eine faltbare Schatztruhe zur Sammlung von Dialektwörtern, Bastelanleitungen mit Materialen aus der Natur sowie Gebrauchsanleitung zum Dialekt-Lesen.
Zum Anhören Hörspiele per USB-Stick oder Doppel CDs mit einer Rundreise zu 33 Mundartbabblern/innen in Südhessen mit origineller herzerquickender Moderation.
Der volle Verkaufspreis 20 Euro (Buch mit USB-Stick), 30 Euro (Buch mit Doppel-CD) wird an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt Rhein-Main-Neckar gespendet.
Verkaufsstellen Lehrbuch mit Tonträger „Grodde unn Lauser G‘schischde aus Südhesse“ für die Nachauflage:
Jugenheim:
Die kleine Region, Balkhäuser Tal 4, 64342 Seeheim-Jugenheim
Modautal-Brandau:
Reimunds Backstube, Gadernheimer Str. 8, 64397 Modautal
Reinheim:
Buch Meyer, Darmstädter Str. 14
Ober-Ramstadt:
Bücher Blitz, Hammergasse 5
Fürth (Odw.):
Buchhandel am Rathaus, Hauptstraße 16
Buchhandel Valentin, Heppenheimer Str. 10
Mörlenbach:
Pecher Optik, Rathausplatz 3
Reichelsheim:
Herrnmühle, Darmstädter Str. 60
Fränkisch Crumbach:
Gärtnerei Zulauf, Erbacher Str. 27
Dieburg:
Apotheke am Markt, Zuckerstraße 1 - 3
Bücherinsel, Markt
Zwingenberg-Rodau
tel. Bestellung bei Manfred Schneidt, 64673 Zwingenberg, Tel.: 06251 78 76 43
Büttelborn:
Hinnerbäcker, Inh. Hans-Günter Barthel, Schulstraße 1
Post-Versand:
Bestellung bei Dietlinde Ehmke - E-Mail: ehmke@fritzehmke.de
Tel.: 06254 2830
Hier eine Kostprobe aus dem Mundartbuch: Passend zu der Grodde-Geschichte von Gertrud Reining aus Brandau das Bild „Das Ostergeschenk“.
Das Bild wurde gemalt von Conny Abramzik aus Biebesheim.
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Wir freuen uns über eine Einladung von der Gemeinde Reichelsheim,
die uns aufgrund des Mundartpreises Hessen zu den Märchentagen 2026 in Reichelsheim eine Bühne zur Lesung unserer Märchen anbietet.
Zeitpunkt und Ort ist Sonntag, 25. Oktober 2026 um 17:00 Uhr in dem dortigem Regional-Museum. https://www.museum-reichelsheim.eu/
Zeitfenster dafür ist gesamt ca. 60 Minuten. Es werden dort Märchen aus dem Buch von den Mitwirkenden Akteurinnen und Akteuren vorgelesen.
Weiterhin werden die wunderbaren Bilder in dem Buch und unsere Mal- Künstlerin vorgestellt.
Ihr seid dazu herzlich eingeladen.
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Ausverkauf der ersten Auflage unseres Mundart-Lehrbuches mit Tonträger „Grodde unn Lauser G‘ schischde aus Südhesse“ vor Weihnachten!
Ausverkauf insbesondere durch die großartige Werbung mit Sendebeiträgen vom Hessischen Rundfunk HR4 am 11. und 12.12.2025 sowie Presseberichte in ganz Südhessen und die großartige Unterstützung der Verkaufsstellen. Dafür herzlichen Dank an alle, die uns dabei unterstützt und das Buch erworben haben.
Hier der Sendebeitrag vom HR.
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Edle Trachtenteile von Gerd Grein als Geschenk
für Dietlinde Ehmke
Mundartfreund Gerd Grein, bekannt als Babbelschnut, Heimatforscher, Leiter des Museums für Odenwälder Volkskultur in Lengfeld, siehe:
https://www.museum-lengfeld.de hat anlässlich unserer Auszeichnung mit dem Hessischen Mundartpreis meiner Frau Dietlinde zur Verschönerung ihrer Odenwälder Tracht eine edle Schürze und ein Tuch geschenkt.
Darüber haben wir uns sehr gefreut und sagen herzlichen Dank!
Bild: Gerd Grein und Fritz Ehmke bei der Auszeichnung mit dem Kultschild:
Mer babbele Mundart in Lengfeld!
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Herzliche Glückwünsche an unseren Mundartfreund Walter Ullrich
Unser Mundartfreund Walter Ullrich aus Trebur, bekannt als Mundart-Pfarrer, bekam kürzlich für sein Engagement für Gesellschaft, Demokratie und Heimatpflege den Kulturpreis des Kreises Groß-Gerau verliehen.
Zu dieser verdienten Auszeichnung: Herzliche Glückwünsche!
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Das Leben auf dem Land um 1960 im vorderen Odenwald: Kleinbauern rackern sich ab mit Kuh, Schwein und ein paar Hühnern. Auf den größeren Höfen werden schon Maschinen eingesetzt. Die Landbevölkerung kauft nur das Nötigste, denn Garten, Hasenstall und ein paar Hühner liefern die Grundversorgung. Das ist das Milieu, in das Edith Keil uns führt. Aber auch andere Elemente jener Nachkriegszeit zeigt sie auf:
Der Friseurbesuch, wo die Frauen ihre Blusen auszogen; die Hausschlachtung; große Wäsche ohne Waschmaschine; Männer, die im Krieg an Leib und Seele versehrt worden waren; Kinder, die ganz ohne
Kindergarten in die Welt der Erwachsenen hineinwuchsen. Wer kann sich das heute noch vorstellen?
Die Autorin schaut in „Kühe auf der Straße und Tarzan im Kino“ auf diese unterschiedlichen Lebensaspekte durch die Augen eines Kindes: Willi, vier Jahre alt, ohne Vorurteile, dafür neugierig und
voller Fragen.
Herzliche Grüße und eine schöne Osterzeit
Fritz